Chatbot Entwicklung egghead bot

Wir haben einen Chatbot gebaut und das haben wir gelernt


Spielst du mit dem Gedanken, einen Chatbot zu entwickeln oder bist du bereits dran? Wir haben’s getan mit dem egghead bot, dem digitalen Kursberater. Erfahre in diesem Zwischenbericht, was wir mit der ersten Generation unseres Bots bisher gelernt haben.

„Chatbots? Das war war doch dieser Hype vor zwei Jahren“, so kürzlich ein digital versierter Zeitgenosse.

Stimmt, das mediale Scheinwerferlicht ist längst woanders hingeschwenkt.

Unsere vielen Gespräche bestätigten: Bots sind nicht mehr der neuste heisse Sch*. Die early mover haben ihre Positionierungsprojekte durchgezogen. Und dabei dürfte klar geworden sein, dass hinter einem Bot mehr steckt als nur ein sprücheklopfender Avatar.

Warum wir uns für einen Chatbot entschieden haben

Bis sich jemand für eine Weiterbildung entscheidet, ist es meist ein langer Weg: Von Weiterbildungswilligen hören wir oft, dass sie Orientierung brauchen im berühmt berüchtigten Weiterbildungsdschungel. Kursanbieter auf der anderen Seite berichten uns von einem hohen und stark repetitiven Beratungsaufwand. Da liegt die Idee auf der Hand, einen grossen Teil des Gesprächs zwischen Interessenten und Anbietern mit einem Chatbot zu automatisieren.

Erfahre jetzt, was wir gelernt haben in den letzten zehn Monaten:

Chatbots sind Phantome

Der mediale Hype hat dem Thema Chatbots nicht geholfen. Einerseits lösen sie und digitale Assistenten überrissene Erwartungen aus insbesondere in Kombination mit ihrem verwandten Buzzword Künstliche Intelligenz (KI bzw. Artificial Intelligence AI).

  • Manch ein Geschäftsführer, bei dem gleich die Dollarzeichen in den Augen blinken in Anbetracht des Sparpotenzials, wenn man denn nur die intelligente Maschine ranlässt. Vergessen gehen dabei der nötige Aufwand und das Abwägen, ob sich das Ganze in Relation zur möglichen Ersparnis lohnt.
  • Manch ein Arbeitnehmer, der vor diesem Hintergrund um seine Arbeitsstelle zittert.
  • Manch ein Anwender, der sich über Gott und die Welt unterhalten möchte oder erwartet, dass der Chatbot anhand von ein paar Informationskrümel eine massgeschneiderte Empfehlung ausspucken kann.

In dem rasanten Tempo, in dem sich die Technologie entwickelt, ist es durchaus möglich, dass dies möglich wird (bzw. mit substanziellen Investitionen heute schon möglich ist).

Anderseits sind Chatbots ausser bei techaffinen Zeitgenossen weitgehend unbekannt. Es ist zwar nicht nötig, dass Anwender eine lupenreine Definition eines Chatbots vortragen können. Smartphone-Apps verwenden wir alle millionenfach ohne im Detail zu wissen, was sie genau sind oder wie sie funktionieren. Wenn klar ist, was sie bringen, ist’s egal, was dahinter steht. Aber auf diesem Level sind Chatbots zurzeit nicht.

Das heisst: erst mal durchatmen und einen Schritt zurück. Alleskönner sind Chatbots und digitale Assistenten heute noch nicht. Darum:

Chatbots sind immer noch Phantome – unbekannt und trotzdem überschätzt.

Beim Chatten macht’s klick

Gerade weil Chatbots Phantome sind, können sich viele User nur schwer vorstellen, was ein Chatbot ist und was er ihnen bringt. Sobald sich aber User auf ihrem Smartphone mit einem digitalen Gegenüber unterhalten, macht’s klick.

Die Stimmen mehrerer Dutzend Testpersonen und der Einblick in gut Tausend Interaktionen mit dem egghead bot unterstreichen diese These und heben die Stärken von Chatbots hervor. Sie sind:

  • Intuitiv: Messaging – eine der häufigsten Aktivitäten auf dem Smartphone – ist als Kommunikationsform so tief verankert, dass sich User auf Anhieb auch in einem automatisierten Chat zurecht finden.
  • Niederschwellig: ein Chatbot lenkt – im Dienste seiner User – einen Dialog zu seinem Ziel hin – so informativ und manchmal unterhaltsam, dass sich User im Ziel wiederfinden, noch bevor sie es merken.
  • Involvierend: Anders als beim Anklicken von Auswahlfeldern in einer App oder auf einer Website wähnen sich User in interaktiven Szenen, wenn sie mit einem Chatbot im Dialog sind. Viele User erzählten uns, dass der Bot sie reingezogen und sogar ihre spielerische Ader aktiviert hat. Gerade bei einem sachlich gelagerten Thema wie Weiterbildung ein grosses Plus, um Anwender an ihr Ziel – passenden Kursen – zu bringen.
egghead bot - chatbot digitaler Kursberater
Was ist einfacher als Messaging?

Das Potenzial zeigt sich in der Praxis

Gespräche mit digital beschlagenen Zeitgenossen geraten sehr schnell auf eine Metaebene. Diskussionen starten zu Fragen wie: Sind Konversationen das bessere Interface? Nutzt heute jemand einen Chatbot? Wenn ja wofür? War das nicht bloss ein Hype? Ist „Chatbot“ überhaupt der richtige Begriff?

Alles spannende Fragen. Wir plädieren fürs Ausprobieren an einem spezifischen Anwendungsfall.

Unsere Erfahrungen unterstreichen ganz generell das immense Potenzial von Chat, Messaging oder letztlich auch der gesprochenen Sprache (Voice) als Weg, um mit Computern zu interagieren.

Letztlich wird aber auch diese Art der Interaktion nicht für alle User und für alle Use Cases die bevorzugte sein. Einige User haben sich regelrecht über den egghead bot geärgert, weil sie lieber eine Liste von verfügbaren Kursen hätten (was wir auch haben).

  • einige
  • User
  • hätten
  • lieber
  • eine
  • Liste

Es braucht ein klares Versprechen…

Einer der ersten wichtigen Schritte gegenüber Anwendern und potenziellen Kunden ist eine klare Ansage. Was kann ein bestimmter Chatbot. Was nicht. Wie Smartphone-Apps sind Chatbots dann stark, wenn sie einen eindeutigen Nutzen stiften, ein klar umrissenes Problem lösen oder ganz einfach Lust auf mehr machen.

Der egghead bot beispielsweise spricht Fach- und Führungskräfte an, die den Fachbereich kennen, in dem sie sich entwickeln wollen. Danach führt er Schritt für Schritt zu passenden Weiterbildungen. Der digitale Kursberater hilft somit einen passenden Kurs zu finden. Was er nicht ist: ein Berater oder Coach, der bei Sinnfragen oder der Selbstsuche hilft. Ein Assessment-Tool, das Kompetenzen testet oder ein Matchingtool. Ob wir mit dieser Positionierung richtig liegen, wird sich weisen. Die bisherigen Feedbacks zeigen aber, dass wir einen Nerv treffen.

Ein Chatbot sollte ein klares Versprechen machen.

…trotzdem gehen die Erwartungen auseinander

Trotz klar formuliertem Versprechen gehen die Erwartungen zwischen Chatbot-Entwickler und -anwender manchmal weit auseinander:

User auf der einen Seite gehen oft davon aus, dass sie beliebig drauf los chatten können und ein Chatbot mit allen Äusserungen etwas anzustellen weiss.

Aber: Der Chatbot-Hype führte zu einer Inflation an Chatbots. Kaum eine Innovations- oder Business Development-Abteilung, die nicht mit einem eigenen Botprojekt aufwartete. Es folgte die grosse Ernüchterung, weil die vermeintlichen digitalen Alleskönner oft wenig konnten und sich bei jeder zweiten Antwort demütig entschuldigten, sie seien doch nur ein Bot, der noch lerne.

Das führte zu einem grossen Schritt zurück von offenen Konversationen, die vermeintlich alles zu lassen hin zu straff geführten Bots (so z.B. die Empfehlung von Facebook).

Entwickler auf der anderen Seite erwarten nun, dass sich User in einem straff geführten Dialog von Station zu Station bewegen und so an das versprochene Ziel gelangen. Das bedeutet wenig Freiheit für den Anwender, der in einem Dialog oft sprunghaft von einem Thema zum anderen wechselt. Die Konsequenz: der Dialog wirkt weniger natürlich. Kritische Stimmen sprechen von einem Klickbot, „Wasserfallprinzip“ oder „Wizard“.

Oder in anderen Worten: Einige User erwarten Ausdruckstanz, während die Entwickler zum Walzer aufbieten.

Der Weg zum “freien Dialog” ist allerdings noch weit. Rasa, eine Anbieterin von Open Source “Conversational AI” spricht in ihrem Blog von einem Zeithorizont von 10 Jahren.

Unser Chatbot stellt nur eine offene Frage, bei den restlichen wählen Weiterbildungswillige eine der zur Verfügung stehenden Optionen. Zugleich kann der egghead bot auf einige Dutzend Eingaben reagieren. Das ist die Basis, von der aus wir den Dialog schrittweise weiter öffnen.

Menschen sind die Vorbilder

Zu einem Dialog gehört ein Gegenüber. Wir sind uns bis jetzt nur an menschliche Gesprächspartner gewöhnt. Vielleicht erwarten wir als Anwender darum, dass ein Chatbot eine Persönlichkeit, eine Stimme und einen Namen hat. Menschliches Verhalten ist somit das Vorbild.

Wie unsere Erfahrung zeigt, lohnt es sich, einen Chatbot nicht Roboter bleiben zu lassen. Das hält die Konversation am Laufen und hinterlässt einen Eindruck. Gleichzeitig soll er aber nicht vorgaukeln, ein Mensch zu sein (was in Kalifornien bald gesetzlich verboten ist).

Einen Namen haben wir unserem Bot zwar (noch) nicht gegeben, so lassen wir ihn zurzeit als den egghead bot, den digitalen Kursberater laufen. Noch etwas kalt, ja. In seinen Charakter und seine Reaktionen haben wir dafür einige Gedanken gesteckt. Der eine oder andere User lacht beim Chatten mit dem egghead bot auf. This is, where the magic happens.

Ja, ein Chatbot soll unterhaltend sein, aber nicht jede Antwort muss ein Brüller sein (es sei denn, es ist ein Comedy-Bot). Damit ein Bot seinen Dienst erfüllt, sollte Humor nicht ablenken, sondern die Anwender bei Laune halten, so dass sie dabei bleiben. 

Ein Chatbot muss nicht sauglatt sein. Aber auch nicht bierernst. Ein Chatbot darf sein Ziel nicht aus den Augen verlieren.

Worte schaffen das Erlebnis

Ein Schlüsselelement ist die Sprache. Das betrifft den Jargon, die Tonalität und geht bis zur Wortwahl.

Ein Beispiel: Der egghead bot hat in einer frühen Version gefragt: Was möchtest du lernen? Das hat dazu geführt, dass User sehr offene Antworten gegeben haben. In der Anfangsphase war unser Chatbot aber überfordert, wenn jemand mehr als das nackte Keyword eingegeben hat. Darum haben wir die Einstiegsfrage neu formuliert. Sie lautete dann: In welchem Fachbereich möchtest du etwas lernen? Das ergab deutlich mehr verwertbare Aussagen.

Inzwischen haben wir ein Modul für künstliche Intelligenz eingebaut, um “natürliche Sprache” besser verarbeiten zu können. “Natürliche Sprache” bedeutet in etwa so viel, dass User sich ausdrücken, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Mit dem Natural Language Processing Tool (kurz: NLP) ist unser Chatbot jetzt viel besser in der Lage, auf unterschiedlich formulierte Fragen und Eingaben zu reagieren. Zudem wird er mit jeder Interaktion schlauer.

Erst durch seine Worte erwacht ein Chatbot zum Leben.

Schabernack und Schweinereien sind vorprogrammiert

Wenn du deinen Bot in die freie Welt entlässt, sind die ersten User techaffin – oder Trolle (oder beides). Die Tester lassen sich leicht erkennen und sind wertvoll, weil sie einen Chatbot auf seine Schwachstellen abklopfen. Sie sind hingegen nicht stellvertretend für die „regulären“ User (die meist noch wenig über Bots wissen).

Vielleicht liegt es an der interaktiven und spielerischen Art von Chatbots, dass sich Anwender ermuntert fühlen, allerhand Schabernack und Schweinereien einzugeben. Ist ja lustig zu sehen, was zurück kommt.

Auch wenn es kaum möglich ist, alles zu antizipieren und abzudecken, einige Reaktionen sollte ein Chatbot bereit haben. Das ist eine Chance, mit einem guten Konter zu punkten.

Nichts geht ohne sauber strukturierte Daten

Vordergründig scheinen Messaging und Datenbanken wenig miteinander gemeinsam zu haben. Gerade aber, wenn ein Chatbot Orientierung verschaffen oder eine Auswahl erleichtern soll, muss er auf gut strukturierte Daten zurückgreifen können.

Der egghead bot kennt zum Beispiel um die 500 Fachbereiche, rund 2000 passende Synonyme und deren Verwandtschaft. Was das bringt? Als digitaler Kursberater muss er sich in möglichst vielen Fachbereichen und der Art, wie ihn Anwender bezeichnen, auskennen. Kennt er Kurse, schlägt er sie vor. Kennt er keine, empfiehlt er welche in verwandten Fachbereichen. Gleiches gilt für Kurstypen, Kursorte etc.

Unterschätzungsgefahr: real

Wir hatten ursprünglich die Absicht, mit dem egghead bot einen simplen Use Case einfach umzusetzen. Inzwischen ist uns klar, dass wir unterschätzt haben, wie rasch die Komplexität steigt, wenn User verschiedene Antworten geben und somit verschiedene Pfade beschreiten können. Da kommt das Schlagwort künstliche Intelligenz wieder ins Spiel. Mit dem bereits erwähten NLP-Modul arbeiten wir daran, Usern mehr Flexibilität bei ihren Antworten und auf ihrer Journey bieten zu können. Aber nicht jedes Botprojekt braucht künstliche Intelligenz. Für einfach gestrickte Bots gilt: „Organic intelligence goes a long way“.

Nicht jedes Botprojekt braucht künstliche Intelligenz. Für einfach gestrickte Bots gilt: „organic intelligence goes a long way“.

Early days – für alle

Chatbots sind nicht nur Phantome. Auch für die Entwicklungsumgebungen, das Microsoft Botframework in unserem Fall, oder die Channels, in denen der Chatbot dann läuft, sind noch jung. Oder mit anderen Worten: work in progress.

Zum Teil sind die Dokumentationen lückenhaft oder schlicht falsch, zum Teil passieren unvorhersehbare Dinge. Mit dem Facebook Messenger hatten wir das eine oder andere Intermezzo, so war z.B. der „Let’s go“-Button öfters einfach ohne nachvollziehbare Gründe verschwunden. Und ohne diesen können User den Chat gar nicht starten.

Jeder Channel hat seine Eigenheiten

Für Entwickler von Chatbots stellt sich die Frage, in welcher Messaging-App der eigene Service denn laufen soll. Die Auswahl ist sehr gross. Potenziell in Frage kommen der Facebook Messenger, Skype, Skype for Business, Slack, Telegram – und zusehends Whatsapp. Selbst SMS, Email oder schlicht die Website sind möglich.

Auch wenn dies manche Entwicklungsumgebung verspricht: jeder Channel hat seine Eigenheiten, wie sich eine „conversational experience“ gestalten lässt. Es ist davon auszugehen, dass jede Messaging App diese Eigenheiten beibehalten wird. Und für Entwickler somit ein Anpassungsaufwand bleibt.

Bisher stärkster Kanal: die Website

Unser Fokus lag zuerst auf dem Facebook Messenger. Die Nutzerbasis ist gross genug und sie lässt sich themenspezifisch ansprechen (mit Werbung im Facebook Ökosystem). Vermutlich waren wir beeinflusst von Facebook selber, das das Thema Chatbots aktiv treibt.

Als wir im Frühling 2018 bereit für den Launch waren, führte der Platzhirsch unter den sozialen Netzwerken einen neuen Review-Prozess für App-Entwickler ein. Dies als Reaktion auf den Cambridge Analytica-Skandal, bei dem Entwickler Facebook ausnutzten, um Userdaten abzusagen. Das warf uns insgesamt drei Monate zurück.

Mit dem Messenger Code findest du den egghead bot im Facebook Messenger.

In der Zwischenzeit suchten wir einen alternativen Kanal, um die Abhängigkeit von Facebook zu reduzieren. Zu gross schien uns das Risiko, wieder mit einer unerwarteten neuen Policy vom Kurs abgebracht zu werden. So entwickelten wir den Webclient, der seit diesem Sommer unter www.eggheads.ch/kursberater bereit steht.

Wie sich zeigte, war das eine gute Entscheidung: wenn User die Wahl hatten zwischen dem egghead bot im Facebook Messenger oder auf unserer Website, entschied sich die überwiegende Mehrheit für letzteren Kanal.

Gut möglich, dass sich Facebooks erlittener Imageschaden insofern bemerkbar macht. Das ist insofern schade, da es auf einer Website deutlich anspruchsvoller ist, die Messaging-Experience nachzustellen.

Ob der Webclient mit der Zeit die Nase vorne halten wird, können wir heute noch nicht sagen.

Neue Channels könnten sich öffnen

Vielversprechend aus Sicht von Chatbotentwicklern sind die schrittweise Öffnung von Whatsapp, so dass sich die am weitesten verbreitete Messaging App zunehmend besser eignen wird für Bots. Heute sind die von Facebook angeführten Beispiele aber noch sehr simpel: Hotelbuchungsbestätigungen von Booking.com oder Statusberichte über gebuchte Flüge von KLM.

Spannend ist die Weiterentwicklung der klassischen SMS hin zum Rich Communication Service (RCS). Wenn sich auch Apple dem Standard anschliessen würde, wäre die nächste Generation der SMS potenziell auf allen Smartphones verfügbar. Denkbar auch, dass LinkedIn seine Messaging-Funktion weiter ausgliedert und Bots zulässt. Microsoft pusht das Thema Bots sehr stark und hätte mit LinkedIn neben Skype und MS Teams einen weiteren attraktiven Channel. Aber das ist stand heute Spekulation.

Aus unserer Sicht steht heute Folgendes fest:

  • Konversationen mit Maschinen (Text/Voice) werden in vielen Anwendungsfällen so normal sein, dass man sich fragen wird, wieso man dafür früher einen Computer starten oder das Handy entsperren musste.
  • Eine digitale Konversation zu gestalten, ist komplex und gelingt nicht im ersten Wurf. Darum: Wer mobile User auch in Zukunft ansprechen will, sollte heute schon die Kompetenzen aufbauen, wie sich digitale Gespräche für das eigene Business einsetzen lassen.

Planst du ein Botprojekt? Hast du schon einen Chatbot umgesetzt? Welche Erfahrungen hast du gemacht? Lass es uns in den Kommentaren wissen.

P.S. Auf welcher Basis beruhen unsere Erfahurngen? Auf mehreren Dutzend Tests, an die Tausend User und gefühlt unendlich viele Gespräche. Unser Kontext ist die Bildung, was sicherlich einen Einfluss auf unsere Erfahrungen hat.

P.P.S. Mit dem egghead bot haben wir unser erstes Botprojekt umgesetzt und auch erste Erfahrungen mit der Anwendung von künstlicher Intelligenz gemacht.

Programmieren lernen

Programmieren lernen: Eine Orientierungshilfe

Software is eating the world. Wenn du mitessen willst, lern programmieren. Wir zeigen dir hier, was coden bedeutet, welche Programmiersprachen beliebt sind und häufig eingesetzt werden – und die Kurse, in denen du programmieren lernst

2011 erkannte der heutige Investor Marc Andreessen, dass Software in immer weitere Bereiche unseres Lebens und Arbeitens vordringen wird (zum Beitrag). Von Computern über Smartphones zu Trackern bis hin zu Sensoren im Internet der Dinge: Software sorgt heute nicht nur dafür, dass die Dinge laufen. Ohne Software keine Digitalisierung.

 

Sollen alle programmieren lernen?

Die digitale Transformation stellt Geschäftsmodelle auf den Kopf und bringt neue Giganten hervor wie Google, Facebook, Amazon oder Netflix. Wenig erstaunlich, dass vor diesem Hintergrund eine gesellschaftliche Debatte entbrannt ist, ob jede und jeder programmieren lernen soll.

Für die einen ein klares Muss, denn Programmieren sei eine Grundkompetenz wie Lesen und Schreiben. Die anderen setzen mehr auf «computational thinking», d.h. die Kompetenz, die Mechanik hinter Apps, Websites und anderen digitalen Erzeugnissen zu verstehen.

In der Schweiz werden spätestens ab 2022 alle Schülerinnen und Schüler an Gymnasien programieren lernen (Quelle). Selbst für Kinder ist bereits ein grösseres Angebot verfügbar, um programmieren zu lernen.

Wer heute einen Programmierkurs sucht und sich das Schreiben von Code aneignen will, kann sich mit Hilfe dieses Beitrags orientieren.

 

Programieren lernen heisst Code schreiben lernen

Das öffentliche Bild eines Programmierers ist stark klischiert. Es zeigt einen Nerd, der im Dunkeln nur vom Schimmern des Bildschirms erleuchtet auf seine Tastatur einhackt. Heute wissen wir: die Nerds können aber auch Rockstars sein. Wer programmieren lernen will, muss sich aber weder für das eine oder andere Bild entscheiden. Sondern: Das Handwerk verstehen und ausüben lernen, das hinter Apps, Websites und Computerprogrammen steht. Dazu gehört es, Code zu schreiben.

Wer einen nützlichen oder unterhaltsamen digitalen Service auf die Beine stellen will, muss sich somit in einem ersten Schritt für eine Programmiersprache entscheiden. Aber für welche Programmiersprache entscheide ich mich?

 

Beliebte Programmiersprachen

Die Entwicklercommunity Stackoverflow befragt jedes Jahr ihre Mitglieder zu verschiedenen Fragen. 2017 haben über 64’000 Software Developer daran teil genommen. Die beliebtesten Programmiersprachen sind: JavaScript, SQL und Java.

Hier das ganze Ranking:

Beliebte Programmiersprachen

Die beliebtesten Programmiersprachen der Stackoverflow-Entwicklercommunity 2017.

Quelle

Auf der Plattform GitHub, auf der Open Source Code gehostet wird und die von Microsoft übernommen wurde, zeigte sich 2017 folgendes Bild: JavaScript, Python, Java.

Hier die ganze Rangliste:

Beliebte Programmiersprachen Github 2018

Die beliebtesten Programmiersprachen auf Github.

Quelle

In Deutschland ergab der Report von Stackoverflow (2018), dass die meistgenutzten Programmiersprachen HTML, JavaScript und CSS sind (wobei HTML und CSS streng genommen keine Programmier- sondern Markupsprachen sind). Die beliebtesten im nördlichen Nachbarland: Rust, Kotlin und Swift. (Quelle)

Du hast also die Qual der Wahl.

 

Programmierweiterbildungen

Als Nächstes geben wir dir einen Überblick über Programmiersprachen und zeigen dir passende Programmierweiterbildungen.

Eine wichtige Weichenstellung: Frontend – Backend.

Eine Software besteht vereinfacht gesagt aus einer Oberfläche (Frontend) und einen «Maschinenraum» – dem Backend.

 

1. Frontend-Entwicklung

Das Frontend ist das, was der User sieht und mit dem er interagiert. Als Erstes schauen wir uns die Markup- und Skriptsprachen HTML, CSS und JavaScript an, die für das Design von Applikationen eingesetzt werden können.

 

Webdesign und Frontend Kurse

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HTML schreiben lernen

HTML steht für Hypertext Markup Language. Sie ist keine Programmier- sondern eine sogenannte Auszeichnungssprache. Mit ihr lassen sich digitale Dokumente – Websites – mit Links und Medien strukturieren.

 

HTML Kurse

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HTML 5 Kurse

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CSS schreiben lernen

Während HTML die Struktur beispielsweise einer Website vorgibt, definiert CSS (Cascading Style Sheets) das Aussehen wie Farben, Schriften, Abstände.

 

CSS Kurse

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JavaScript programmieren lernen

JavaScript ist eine Skriptsprache und ergänzt HTML und CSS. Mit Javascript lassen sich im Browser Nutzerinteraktionen auswerten, Inhalte nachladen, verändern oder generieren. Ursprünglich nur für die Anwendung in Webbrowsern entwickelt, inzwischen auch ausserhalb z.B. auf Servern verwendet.

 

JavaScript Kurse

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2. Backend Entwicklung

Das Backend kann als “Maschinenraum” einer Software gesehen werden. Die Funktionen des Programms werden hier festgelegt.

 

SQL programmieren lernen

SQL ist eine Datenbanksprache. Mit ihr definierst du die Struktur in relationalen Datenbanken. Mit SQL bearbeitest und fragst Datenbestände ab.

 

SQL Kurse

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Java programmieren lernen

Zusammen mit C ist Java eine der berühmtesten Programmiersprachen weltweit. Java ist eine objektorientierte Programmiersprache, d.h. die geschriebenen Programme werden in Klassen und Objekten strukturiert. Mit Java werden Web-, Desktop- und Mobile Apps (Android) programmiert.

 

Java Kurse

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C# programmieren lernen in

Herausgeber der Programmiersprache C# ist Microsoft. C Sharp – so der Name ausgesprochen – wurde speziell für die hauseigene .NET-Plattform entwickelt. Sie ist weit verbreitet und wird für Web- und Desktopapplikationen eingesetzt. Beliebtheit bei Entwicklern: wie Java – sinkend. Allerdings noch stark nachgefragt auf dem Arbeitsmarkt.

 

C# (C Sharp) Kurse

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Python programmieren lernen

Python ist in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Grund: Populäre Disziplinen wie Maschine Learning, Künstliche Intelligenz (AI), Big Data, Robotics oder Cybersecurity bauen auf Python auf. Python gilt als einfach zu lernen.

 

Python Kurse

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C++ programmieren lernen

C++ wird (wie C) vor allem für die Programmierung von Maschinen und Robotern eingesetzt. Anwendungsfälle sind auch Programmierungen auf hohem Abstraktionsniveau.

 

C++ Kurse

Klicke auf die Box, wenn du einen aktuellen C++ Kurs suchst.

 

C programmieren lernen

C hat eine lange Geschichte. Ihre Ursprünge reichen bis in die 1970er Jahre zurück. Entsprechend ist sie weit verbreitet. Die Programmiersprache wird sehr breit für Systeme und Applikationen eingesetzt.

 

C Kurse

Klicke auf die Box, wenn du einen aktuellen C Kurs suchst.

 

Typescript rogrammieren lernen

Typescript kann als striktere Variante von JavaScript bezeichnet werden. Die von Microsoft entwickelte Programmiersprache schräntk einige Freiheiten von JavaScript ein – zugunsten schnellerer Lesbarkeit und Zusammenarbeit. Die Ergebnisse sind somit auf jedem JavaScript-fähigem Browser oder Webserver lauffähig.

 

Typescript Kurse

Klicke auf die Box, wenn du einen aktuellen Typescript Kurs suchst.

 

Ruby und Ruby on Rails programmieren lernen

Schön und künstlerisch, gleichzeitig funktional und praktisch. Fans schwören auf Ruby. Die Programmiersprache ist sehr beliebt insbesondere bei Startups. AirBnB, Twitch, Github und Twitter bauen darauf auf. Mit Ruby on Rails steht ein Framework zur Verfügung, mit dem sich Webapplikationen rasch umsetzen lassen.

 

Ruby Kurse und Ruby on Rails Kurse

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Swift programmieren lernen

Speziell für die Entwicklung von iOS- und Mac Apps hat Apple die Programmiersprache Swift herausgegeben. Swift kombiniert erfolgreich Ideen und Konzepte aus anderen Sprachen.

 

Swift Kurse

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VB.Net programmieren lernen

.NET ist eine Softwareplattform von Microsoft. Mit ihr kann man Anwendungen entwickeln und ausführen.

 

.NET Kurse

Klicke auf die Box, wenn du einen aktuellen .NET Kurs suchst.

 

So weit die Übersicht über einige beliebte und nachgefragte Programmiersprachen – und wie du coden lernst.

Weiterbildung Kommunikation

Weiterbildungen im Vergleich: CAS Corporate Communication

Wer eine kompakte Weiterbildung in Unternehmenskommunikation auf Hochschulniveau sucht, findet in der Deutschschweiz drei Zertifikatslehrgänge, die in die engere Auswahl kommen. eggheads.ch hat die Kursleiter der CAS Corporate Communication(s) für dich interviewt und vergleicht im Weiterbildungsblog die Angebote.

Weiterbildung Kommunikation

Kommunikation ist dein Beruf? In einer Weiterbildung lernst du, wie du noch besser wirst.

Damit du dir ein Bild über Unterschiede und Gemeinsamkeiten machen kannst, wie die Kursleiterin und die Kursleiter ihre Weiterbildungsmöglichkeiten vorstellen, empfehlen wir dir, die ganzen Interviews zu lesen. Du findest sie bei den einzelnen Kurseinträgen im Reiter Details (vgl. Links unten). In diesem Blogpost heben wir die Besonderheiten hervor, die die Kursleiter in den Interviews genannt haben.

Diese Weiterbildungen in Unternehmenskommunikation haben wir verglichen:

HSLU:

HWZ:

ZHAW:

Die auffälligsten Unterschiede gemäss den Angaben der Kursleitung:

Thematischer Fokus und Zielgruppe

Auf den ersten Blick fällt auf, dass der CAS der ZHAW einen thematisch breiteren Fokus hat. Er besteht aus zwei Modulen mit Unternehmenskommunikation und Marketingkommunikation (diese lassen sich übrigens auch einzeln buchen). Entsprechend richtet sich der Lehrgang an “Allrounder”, die auch Aufgaben in Corporate Communications übernehmen, oder an Einsteiger z.B. aus dem Journalismus. Ebenfalls geeignet für Einsteiger ist der Kurs der HSLU, während sich die HWZ an erfahrene Teilnehmer richtet.

An der HWZ und der HSLU ist Marketingkommunikation in einem eigenen Kurs lernbar und mit anderen CAS zu einem Master of Advanced Studies (MAS) kombinierbar.

Handwerk erlernen

Kommunikation ist auch Handwerk. Während bei der HSLU ein viertägiges Medientraining in den Kursgebühren inbegriffen ist, lässt sich an der HWZ ein zweitägiges Medientraining optional für zusätzlich CHF 500 dazu buchen. Beide finden am Medienausbildungszentrum Luzern MAZ statt. An der ZHAW in Winterthur wird Wert auf redaktionelle Fähigkeiten gelegt, die du in einer Textwerkstattt übst. Diese ist in den Kursgebühren inbegriffen.

 

Wenn du mehr über die einzelnen Programme erfahren möchtest, lies auch die Kursbewertungen von Absolventen bei den Einträgen bei eggheads.ch.Das Gesuchte noch nicht gefunden? Finde weitere:

Was ist ein CAS? Mehr über CAS im Allgemeinen.