Wie Experten die Weiterbildung sehen

Über 5,3 Milliarden Franken geben Schweizerinnen und Schweizer jedes Jahr für Weiterbildung aus¹. Investieren sie in die richtige? eggheads hat einige pointierte Zitate von Branchenvertretern zusammen gestellt und sie bestätigen, was alle erfahren, die mehr aus sich machen wollen: es ist schwierig geworden. Darum gibt es eggheads.

Weiterbildung ist für viele ein Dschungel. Mit eggheads die richtige Weiterbildung finden.

Für viele ist die Weiterbildung unüberblickbar geworden. Mit eggheads einfach den Überblick behalten und den richtigen Kurs finden.

Nachdiplomstudien sind im Gegensatz zu regulären Studiengängen nicht reglementiert, nicht transparent. Jeder kann einen Kurs anbieten, jeder kann ein Diplom ausstellen – nun haben wir einen Wildwuchs bekommen.

Rudolf Strahm, ehem. Präsident Verband Weiterbildung Schweiz²

Es gelingt nach wie vor vielen Anbietern, Kunden mit zweifelhaften Angeboten anzulocken und sie abzuzocken.

André Schläfli, Schweizerischer Verband für Weiterbildung SVEB5

Im einen Fall [haben wir] einen sehr guten Abschluss. Im andern Schrott. Die Transparenz über die Titelqualität fehlt.

Rudolf Strahm, ehem. Präsident Verband Weiterbildung Schweiz²

Eines ist für alle Mitglieder der Bildungskommission klar: die Titel in der Weiterbildung sind sehr kompliziert geworden, um nicht zu sagen, es ist ein Dschungel, der kaum mehr zu durchschauen ist.

Nationalrat Fathi Derder²

Ein Titel sagt wenig darüber aus, wie dieser erworben worden ist und welche Qualifikationen sich ein Absolvent angeeignet hat.

Robert Hasenböhler, Leiter Weiterbildung am Institut für Marketing und Unternehmensführung der Universität Bern³

Es herrscht eine Diplom- und Zertifizierungsheischerei

Barbaras Leu, psychologische Laufbahnberatung, Aargau³

Die Qualitätssicherung ist intransparent. Auch ist oft nicht klar, wie viel ein Diplom in der Berufswelt wert ist.

André Schläfli, Schweizerischer Verband für Weiterbildung SVEB³

Kaum jemand überblickt heute noch das Angebot, die angepriesenen Titel stiften mehr Verwirrung als Klarheit. Wer sich weiterbilden möchte, wird zuerst tagelang Unterlagen studieren müssen, bis er überhaupt das für ihn Passende gefunden hat.

NZZ

Damit alle Neugierigen, die mehr aus sich machen wollen, die für sie richtige Weiterbildung finden, haben wir eggheads gegründet. Dank Kursbewertungen von Absolventen erfahren Interessenten, was ein Kurs wirklich bietet. Anbieter erhalten wertvolles Feedback, Arbeitgeber wissen, was Absolventen gelernt haben. Wir sind überzeugt, das Gespräch und Feedback bringen alle weiter.

Jetzt eggheads beitreten und mitreden.

Quellen: 1, 2 (10vor10), 3 (Tages-Anzeiger), 4 (NZZ), 5 (NZZ)

Lernen mit Musik im Ohr: eine gute Idee?

Platz nehmen, Buch aufschlagen und Kopfhörer auf: ist es eine gute Idee, beim Lernen Musik zu hören? eggheads hat das Web nach Antworten durchforstet, damit du Wissen speichern und deine Aus- oder Weiterbildung mit einer erfolgreichen Prüfung krönen kannst.

Köpfhörer auf beim Lernen für die Ausbildung oder Weiterbildung? eggheads klärt auf.

Kopfhörer sind treue Begleiter: sollst du sie beim Lernen anbehalten und Musik laufen lassen? eggheads fasst zusammen.

Musik wirkt – so weit sind sich mehrere Quellen und Studien einig. Wer Musik hört, kann:

  • entspannter sein wie beim Yoga oder Meditieren (mehr)
  • aufgeweckter sein wie beim Sport
  • erleben, wie sich die Stimmung verändert
  • glücklicher sein, da Musik das Glückshormon Dopamin ausschütten und so positive Gefühle auslösen kann.
  • die Aufmerksamkeit lenken.

Was bedeuten diese Auswirkungen von Musik auf Körper und Geist, wenn du den Stoff deiner Ausbildung oder Weiterbildung in den Kopf bekommen willst? Zu einer eindeutigen Antwort führen alle gefundenen Studien und Artikel nicht. Ausser: es kommt drauf an – und zwar darauf:

Musik beim Lernen einschalten bzw. ausschalten

Musik ein- oder ausschalten beim Lernen? Eindeutiges Ergebnis aus einmal Internet querlesen: es kommt drauf an.

Wann du Musik hörst

Vor dem Lernen

Musik berührt und bewegt uns: Sie kann die Motivation, Stimmung oder Aufmerksamkeit beeinflussen und so günstige Voraussetzungen fürs Lernen schaffen. Eine gute Stimmung hat einen positiven Einfluss auf kognitive Leistungen (mehr). Musik kann Dopamin auslösen, das bei angenehmen Aktivitäten wie Essen oder Sex ausgeschüttet wird und im Volksmund als Glückshormon bekannt ist (mehr). Die ausgelösten positiven Gefühle können gemäss Studien das Erinnerungsvermögen stärken. Hinweis darauf ist, dass der Hypokampus für Emotionen zuständig ist und für die Überführung von Informationen aus dem Kurz- ins Langzeitgedächtnis, also die Entstehung von Erinnerungen (mehr)
Eine gesteigerte Motivation kann ebenfalls das Resultat von beschwingten Tönen sein, was besonders geeignet ist, wenn du anschliessend kognitive oder kreative Aufgaben angehts (mehr).

Fazit: vor dem Lernen Musik hören, kann dir helfen, in die richtige Stimmung oder auf das nötige Energie- oder Konzentrationslevel zu kommen.

Musik beim Lernen für die Ausbildung oder Weiterbildung

Musik beim Lernen: C’est le ton qui fait la musique

Während des Lernens

Musik zieht Aufmerksamkeit auf sich und beschäftigt das Hirn, insbesondere wenn sie wortreich gesungen (gerappt etc.) oder schnell ist. Musik ist somit eine kognitive Last für das Hirn, denn es verarbeitet die Worte unbewusst. Für das Lernen heisst dies: nur ein Teil der Kapazität deines Hirns steht für den Stoff zur Verfügung, da der andere Teil den Gesang verarbeitet. Dieses Multitasking bedeutet Stress für das Hirn und beeinträchtigt die Konzentrationsfähigkeit und die Fähigkeit, Informationen lange abzuspeichern. Inhalte gelangen erst ins Kurzzeitgedächtnis und über Repetition ins Langzeitgedächtnis. Musik kann diese Repetition unterbrechen, v.a. wenn Text gesungen wird (mehr).

Dies ist negatives Multitasking, es gibt aber auch eine positive Form: widme dich einer Aufgabe konzentriert und lass im Hintergrund ein Geräusch oder Musik laufen, die du nur unbewusst wahr nimmst. Gemäss Studien kann dies Musik sein mit 60 Grundschlägen pro Minute oder Klassik  (mehr zur Art der Musik weiter unten).

Fazit: Musik beansprucht das Hirn und braucht je nach Art der Musik die Denkleistung, die eigentlich fürs Lernen vorgesehen ist.

Welche Musik du hörst

Musik mit Worten

Das Hirn kann wie bereits erwähnt nicht anders als Worte in Liedern aufzunehmen und zu verarbeiten. Dieses Multitasking teilt die Aufmerksamkeit und reduziert die Denkleistung des Hirns (Studie Perham). Insbesondere bei komplexeren Aufgaben wie beim Lesen oder sonstiger Informationsverarbeitung stört wortreiche Musik – dies gilt somit auch für Popmusik. Diese Art von Musik ist besser geeignet als Belohnung in Lernpausen (vgl. Lerntipps) (mehr). Wer beim Lernen Musik ohne Texte hört, hat eine erhöhte Fähigkeit, Informationen aufzunehmen und zu behalten.

Wortreiche Musik lenkt vom Lernen ab

Wortreiche Musik wie MFG von den Fantastischen Vier beansprucht unbewusst deine Denkleistung.

Rhythmus

Ideal sind 60 Schläge in der Minute, die bei Mozart oder in barocker Musik anzutreffen sind. Gemäss einer Studie der University of Dayton schnitten Teilnehmer einer Studie bei einem Test besser ab, wenn während des Tests Mozart lief.

Mozart hören beim Lernen? Kann passen.

Mozart oder andere klassische Musik ist empfohlen bei Mathe oder Naturwissenschaften.

In Intervallen gespielte melodiöse Musik kann bei repetitiven Aufgaben die Produktivität erhöhen (mehr) – aber da du lernst und nicht am Fliessband arbeitest, ist sie weniger geeignet.

Gefallen

Gemäss einer Studie der University of Wales schnitten Probanden bei einem Test nicht besser ab, wenn sie während des Test Musik hörten, die ihnen gefällt (mehr).

Was du lernst

Wie sich Musikhören beim Lernen auf die spätere Widergabe auswirkt, untersuchten v.a. zwei Studien. Studie Perham kam zum Ergebnis, dass Musik das Lernen beeinträchtigen kann, wenn Informationen sequentiell gespeichert werden müssen. Wenn du zum Beispiel das Periodensystem, Formeln oder das arabische Alphabet auswendig lernen musst, hilft Musik nicht v.a. wenn sie wortreich und schnell ist. Zu einem ähnlichen Schluss kam die Studie Gray: Musik spricht die linke Gehirnhälfte an, ermöglicht logisches Denken und Problemlösen. Empfohlen sind darum beim Lernen von Mathe oder Naturwissenschaften Lieder mit 50 bis 80 Schlägen pro Minute oder Klassik mit 60 bis 70 Schlägen pro Minute. Für kreative Fächer geeignet ist emotionale Musik wie Rock oder Pop, wenn sie zum Thema passt (Diese These steht im Gegensatz zu anderen Studien).

Apropos Mozart und Intelligenz: lange kursierte die Auffassung, dass der IQ hoch klettert, wenn Mozart aus Lautsprechern erklingt (der sogenannte “Mozart Effekt”). Besonders Eifrige spielten Mozart sogar ihren ungeborenen Babies vor. Eine neuere Studie widerlegte diesen Zusammenhang: Mozarts Musik macht nicht schlauer (mehr).

An deine Ausbildung oder Weiterbildung hast du bestimmte Ziele und Erwartungen geknüpft. Wissen aufnehmen und behalten ist eines davon. eggheads hofft, dass dir diese Zusammenstellung hilft, die Frage für dich zu beantworten, ob du beim Lernen Musik hören sollst.

Finde jetzt bei eggheads deine nächste Weiterbildung, lies Kursbewertungen und diskutiere mit Kursleitern.

Photo Credits: Wikimedia, Pixabay, Splitshire