Weiterbildung finanzieren: Tipps und Tricks

Eine Weiterbildung kann dir viel bringen – verlangt dir aber auch viel ab. Disziplin, Zeit, Grips und Schweiss. Nicht zuletzt: Geld. eggheads.ch zeigt dir Wege auf, wie du Kurs, Seminar oder Lehrgang finanzieren kannst.

Benjamin Franklin frei übersetzt: Weiterbildung lohnt sich

Weiterbilden lohnt sich

Dein Entschluss, eine Weiterbildung zu besuchen, ist felsenfest. Nun stellt sich die Frage, wie du das Geld dafür zusammen bekommst. Vielleicht ging dir der gleiche Gedanke durch den Kopf, wie diesem Zeitgenossen auf Twitter.

Ein Certificate of Advanced Studies (CAS) kostet durchschnittlich rund CHF 7500, ein Diploma of Advanced Studies (DAS) rund 15’000, für einen Master of Advanced Studies (MAS) werden durchschnittlich rund CHF 25’000 fällig und für einen Master of Business Administration (MBA) oder einen Executive Master of Busines Administration (EMBA) rund CHF 33’000. Wobei die prestigeträchtigsten das Zwei- oder Dreifache davon kosten können.

Mit anderen Worten:

  • CAS: rund so viel wie ein Schweizer durchschnittlich im Monat verdient.
  • DAS: so viel wie ein Gebrauchtwagen kostet.
  • MAS: so viel wie ein Mittelklassewagen
  • EMBA/MBA: ein Luxusauto

Diese Kosten werden für die Kursgebühren fällig, dazu kommen möglicherweise Gebühren für die Zulassung oder Prüfungen. Nicht zu vergessen sind Ausgaben für Lehrmittel, Verpflegung, allfällige Übernachtungen oder Studienreisen. Substanziell auswirken können sich allfällige Lohneinbussen, wenn du das Arbeitspensum reduzierst.

Entsprechend den substanziellen Kursgebühren für eine Weiterbildung und dem hohen Stellenwert, den Schweizerinnen und Schweizer der Arbeit beimessen, beläuft sich der Gesamtumsatz mit Kursen, Seminaren, Lehrgängen und anderen Programmen auf jährlich 5,3 Mrd. Schweizer Franken (Quelle).

Umsatz Weiterbildung Schweiz

Der Umsatz mit Weiterbildung in der Schweiz beträgt rund 5,3 Mrd. Schweizer Franken.

 

Zum Vergleich: Die Hotellerie der Schweiz, die der eigene Branchenverband als Rückgrat des Tourismus bezeichnet, erwirtschaftet einen jährlichen Umsatz von über 10 Milliarden Franken (Quelle).

Die Hotellerie setzt gut doppelt so viel im in der Schweiz wie die Weiterbildung

Die Hotellerie in der Schweiz (im Bild das Grandhotel Griessbach) setzt gut zwei Mal so viel um wie die Weiterbildung: gut CHF 10 Mrd. jährlich.

eggheads.ch zeigt dir nun Wege auf, wie du deine nächste Weiterbildung finanzieren kannst.

 

1. Selbstzahler

In weiser Voraussicht hast du Geld zur Seite gelegt, auf das du zugreifen und für deine Weiterbildung einsetzen kannst. Wenn sich dir diese Möglichkeit bietet, bist du weniger abhängig von anderen wie z.B. Arbeitgebern oder Stipendien. Tipp: vergiss nicht, die Weiterbildungskosten bei der Steuererklärung anzugeben, so musst du dem Steueramt weniger abliefern. Erfahre in unserem Blogpost, was in deinem Kanton gilt.

 

2. Arbeitgeber

Eine berufliche Weiterbildung bringt Angestellte und Arbeitgeber weiter: darum sind Unternehmen in der Regel interessiert, sich an der Weiterbildung ihres Personals zu beteiligen. Gut zwei von drei Erwerbstätigen gaben bei der letzten Umfrage des bfs 2011 an, dass sie ihr Arbeitgeber bei einer Weiterbildungsaktivität unterstützt hat. Am häufigsten beteiligen sich Arbeitgeber an nicht-formalen Weiterbildungen, d.h. Aktivitäten, die zu keinem Diplom führen wie Kurse, Seminare, oder Workshops (Quelle).

Je mehr neu erworbenes Wissen und neue Fähigkeiten deinem Brötchengeber bringen, umso grösser dürfte die Beteiligung deines Arbeitgebers ausfallen. Zusammen mit deinem Chef solltest du die Ziele der Weiterbildung vereinbaren und schriftlich festhalten:

  • welchen Betrag an den Kursgebühren er übernimmt
  • ob die Unterrichtszeit als Arbeits- oder Freizeit anzurechnen ist und
  • wie lange du dich für das Unternehmen verpflichtest. Als Faustregel lässt sich sagen, dass der Nutzen aus neu erworbenen Skills nach zwei bis drei Jahren nachlässt.

 

3. Stipendien vom Kanton

Unterstützung für die Ausbildung und Weiterbildung kommt von der öffentlichen Hand. Indirekt unterstützt der Staat, indem er Angebote subventioniert und indem er die Weiterbildungskosten bei der Steuererklärung als Abzug gelten lässt. In der Schweiz sind die Kantone zuständig für die Vergabe von Stipendien, entsprechend unterscheiden sich beispielsweise Anforderungen und die effektiv ausgesprochenen Beteiligungen. Die Stipendieninitiative, die Stipendien national harmonisieren wollte, haben Schweizer Stimmbürger am 4. Juni 2015 abgelehnt. In der Regel stehen Beiträge für die Ausbildung im Vordergrund. Am besten klärst du in deinem Wohnkanton ab, ob du Chancen auf öffentliche Stipendien hast, um deine Weiterbildung zu finanzieren.

Hier findest du eine Übersicht der kantonalen Stipendienstellen

 

4. Stipendien von Stiftungen

In der Schweiz existieren rund 13,000 Stiftungen, die über ein Vermögen von rund CHF 70 Milliarden verfügen (Quelle). Einige haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Aus- und Weiterbildung zu fördern. Entscheidend ist jeweils der Stiftungszweck und ob du die nötigen Anforderungen erfüllst. Im Stiftungsverzeichnis des Bundes findest du eingetragene Stiftungen. Tipp: beantrage nur dort ein Stipendium, wo du alle Bedingungen erfüllst. So hast du die grössten Chancen, deine Weiterbildunng zu finanzieren.

 

5. Weiterbildungskredit von Banken

Banken und andere Akteuere des Kapitalmarktes haben Angebote entwickelt, die sich gezielt an Weiterbildungswillige richten. Wie bei einem üblichen Kredit gehst du mit dem Geldgeber einen Vertrag ein: er prüft deine Kreditwürdigkeit (Bonität), vereinbart mit dir Zinssatz und Laufzeit. Da wir keine Kreditexperten sind, empfehlen wir dir, das Kleingedruckte genau zu lesen.

Eine Auswahl von Anbietern:

Credit-Now Cashgate Bob Money
Laufzeit6 bis 48 Monate12 bis 60 Monate 6 bis 120 Monate
Zinssatz 6,9% 7,4% 8,9%
Kreditlimit (in CHF) 2’000 bis 40’000 ab 5’000 1’000 bis 80’000

 

6. Weiterbildungskredit von der Crowd

Geld gibt’s heute nicht mehr nur von Banken: als Alternative etabliert sich “die Crowd” – also potenziell jedermann. Wenn Einzelne ihr Geld gegen einen Zins für eine bestimmte Laufzeit zur Verfügung stellen, spricht man von Crowdlending. Wie die Crowdfunding-Studie 2015 der HSLU zeigte, verzeichnete dieser Bereich das grösste Wachstum: er stieg von 1,8 Millionen CHF im Jahr 2013 auf 3,5 Millionen CHF ein Jahr später (+95%). Für dieses Volumen waren 214 Kampagnen verantwortlich. Trotz stolzen Wachstumsraten steckt Crowdlending im Vergleich zu den knapp CHF 3,9 Milliarden im Konsumkreditmarkt aber noch in einem frühen Stadium (Quelle).

Uns von eggheads.ch gefällt die Idee, dass sich eine Community gegenseitig unterstützt, um eine Weiterbildung zu finanzieren. Wir teilen den gleichen Spirit. Darum sind wir eine Zusammenarbeit mit dem Fintech-Startup Splendit eingegangen. Splendit ist spezialisiert auf Crowdlending für die Ausbildung und Weiterbildung (mehr über unsere Kooperation).

 

Hast du die Finanzierung geregelt? Tipps und Tricks, wie du mehr aus deiner Investition machst, erfährst du in diesem Blogpost.

Bleib neugierig.

 

Photo Credits: thanks to pixabay, Wikimedia

Kurzmitteilung

#Kursbewertungen als Ratingfaktor im Crowdlending

#Kursbewertungen werden wichtiger: sie helfen neu nicht mehr allein bei der Suche nach der richtigen Weiterbildung auf eggheads.ch. Sie liefern Investoren auf der Crowdlendingplattform splendit wichtige Anhaltspunkte für ihre Investitionsentscheide. Dies haben wir in der neuen Zusammenarbeit mit dem Fintech-Startup splendit beschlossen.

Kursbewertung bei eggheads

Welche Weiterbildung ist das Gelbe vom Ei? Die unverwechselbaren Bewertungssymbole von eggheads.ch zeigen, was eine Weiterbildung im Urteil der Absolventen wirklich bietet.

Kursbewertungen als Ratingfaktor im Crowdlending
splendit ist eine Crowdlendinglattform, auf der Studierende ihre Aus- oder Weiterbildung von der Crowd finanzieren lassen können. Neu weist das Startup Investoren auf Kursbewertungen bei eggheads.ch hin. „Die Bewertungen sind für Investoren ein Signal, dass die Kreditsteller eine angesehene Weiterbildung besuchen möchten. Eine Weiterbildung mit guten Bewertungen hat höhere Chancen, die angestrebte Finanzierung zu erreichen“, erklärt Flo Kübler, einer der Gründer von splendit.

Bei uns und auch bei splendit steht die Community im Vordergrund, die sich gegenseitig weiter hilft: sei es bei der Suche nach der richtigen Weiterbildung (bei uns) oder deren Finanzierung (bei splendit). Umso mehr freuen wir uns, gemeinsame Sache zu machen mit dem gleichgesinnten Fintech-Startup.

Mehr über splendit erfährst du im folgenden Video oder auf splendit.ch

[vimeo 89782695 w=500 h=281]

Splendit Film – deu from splend!t on Vimeo.

Financeweiterbildungen machen dich fit im Umgang mit Münzen und Geld

Weiterbildung Finance im Vergleich: Drei CAS (Corporate) Finance unter der Lupe

In Finanzfragen bringt dich eine Weiterbildung in Finance weiter. An Deutschschweizer Universitäten und Fachhochschulen findest du insgesamt drei CAS (Corporate) Finance. eggheads.ch hat die Kursleiter der Universität Zürich und der ZHAW für dich interviewt und vergleicht hier im Weiterbildungsblog die Angebote.

Diese Weiterbildungen in Finance haben wir verglichen:

Die auffälligsten formalen Unterschiede:

An der Uni Zürich vor Ort und im Selbststudium (online) lernen

Von den drei Weiterbildungsmöglichkeiten sticht jene der Universität Zürich heraus: sie bietet mit dem „blended learning“-Modell einen Ansatz, der aus wenigen Pflichtveranstaltungen und einer Fülle an online-basierten Lernressourcen besteht und somit eine flexible Einteilung ermöglicht (aber mehr Disziplin erfordert). Die Financeweiterbildungen an der ZHAW und der FHNW setzen in der Vermittlung der Lerninhalte auf Präsenzunterricht. Um die geeignete Form für dich zu finden, stellt sich die Frage, welcher Lerntyp du bist (vgl. unseren Blogpost „6 Fragen, die du dir vor einer Weiterbildung stellen solltest„).

Wählbarer thematischer Schwerpunkt in Zürich

Das CAS Corporate Finance der UZH setzt sich aus zwei Modulen zusammen, wobei du das zweite selber wählen und so den thematischen Schwerpunkt deiner Weiterbildung bestimmen kannst: zur Auswahl stehen entweder „Finance Advanced“ oder Unternehmensbewertungen.

Um dir ein Bild über die inhaltlichen Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu machen, empfehlen wir die Interviews mit den Kursleitern sowie die Kursbewertung des CAS Corporate Finance der UZH bei eggheads.ch zu lesen. Die Interviews findest du im Reiter „Details“ bei den einzelnen Kursen. Aus inhaltlicher Sicht fällt die Weiterbildung in Finance an der FHNW auf, die als einzige Ethik als Thema genannt hat.

Wichtige Eckpunkte im direkten Vergleich:

Weiterbildung im Vergleich: CAS (Corporate) Finance

 
AcademyUniversität ZürichFHNWZHAW
WeiterbildungsangebotCAS Corporate FinanceCAS FinanceCAS Finance
StudienbeginnSeptemberAugustSeptember
StudienabschlussJuniDezemberDezember
Nächster StartSeptember 201626.08.201602.09.2016
Unterrichts-zeitenflexibel,
da grösstenteils online-basiert (blended learning)
Freitag
(13:15 – 18:15) Samstag
(08:40 – 16:15)
Freitag
(13:15 – 17:30)
Samstag
(08:15 – 12:30)
Anz. KurstagePräsenzpflicht: 2 Einführungsabende & 2 Tagena15
Anz. Lektionen28 Vorlesungseinheitenna„120 Kontaktlektionen“
ECTS-Punkte101512
Kursgebühren (in CHF)50008’7006’450
Kursunterlageninbegriffen
(exkl. Lehrbücher)
inbegriffeninbegriffen
Prüfungskosteninbegriffennainbegriffen
KursortZürich (Präsenztage)
Online
Zürich (Campus PH Zürich)Winterthur

Erfahre mehr über die einzelnen Lehrgänge, indem du auch Kursbewertungen von Absolventen bei eggheads.ch liest oder dich mit der Community austauschst. Finde weitere Weiterbildungen in Finance oder auch in BankingControlling, Accounting und vielen mehr.

Was ist ein CAS? Mehr über CAS im Allgemeinen.

Bleib neugierig.

Photo credits: freemediagoo

Ausbildung und Weiterbildung mit Karriere vereinbaren: Tipps von Giulia Steingruber

So bringst du Karriere und Weiterbildung unter einen Hut

Wie schaffen es Profisportlerinnen, Spitzenleistungen zu erzielen und gleichzeitig ihre Studien voranzubringen? eggheads.ch hat für dich Giulia Steingruber und Rahel Aschwanden interviewt. Lass dich von ihren Tipps motivieren.

Viele Schweizerinnen und Schweizer sehen von einer Weiterbildung ab, weil ihnen nach eigenen Angaben die Zeit fehlt. Zeitmangel ist vor familiärer Belastung und zu hohen Kosten das häufigste Hindernis, sich weiterzubilden (Quelle: bfs).

Unbestritten ist: Wer berufsbegleitend einen Lehrgang, Kurs oder ein Seminar besucht und erfolgreich abschliessen will, nimmt zusätzliche Belastungen auf sich. Daher stellt sich die Frage, wie sich alle Verpflichtungen unter einen Hut bringen lassen (vgl. dazu auch unseren früheren Blogpost “6 Fragen, die du dir vor einer Weiterbildung stellen solltest

Aber wie genau lassen sich Karriere und berufsbegleitendes Lernen vereinbaren? eggheads.ch hat für dich Giulia Steingruber und Rahel Aschwanden interviewt.

Giulia Steingruber

Ausbildung und Weiterbildung mit Karriere vereinbaren: Tipps von Giulia Steingruber

Giulia Steingruber gibt Tipps, wie sich Karriere mit Aus- und Weiterbildung vereinbaren lässt. (Foto: zvg)

Die zweifache Europameisterin im Kunstturnen und Schweizerin des Jahres 2013 trainiert 28 Stunden in der Woche und will bei den olympischen Spielen in Rio de Janeiro im Sommer 2016 eine Medaille gewinnen. Wo bleibt da die Zeit für ein Fernstudium? Zurück von der Kunstturn-WM in Glasgow hat Giulia Steingruber eggheads.ch ihre drei Tipps mitgeteilt:

  1. Plane den täglich zu lernenden Stoff genau und halte dich akribisch daran
.
  2. Richte störfreie Zonen ein und lerne fokussiert
.
  3. Sei dir bewusst, dass sich die ganze Lernerei auszahlt
.

Rahel Aschwanden

Rahel Aschwandens Tipps für Karriere und Studium

Rahel Aschwanden: Reist fürs Tischtennis um die Welt und bringt noch ein Studium unter. Erfahr von ihr, wie auch du es schaffst. (Foto: rahelaschwanden.com)

Tischtennis ist wie Schachspielen während eines 100-Meter-Laufes!

Im Tischtennis ist Rahel Aschwanden die Nummer eins in der Schweiz. Sie wohnt und trainiert bei Wien, spielt in der zweithöchsten Liga in Frankreich bei Schiltigheim im Elsass sowie in der Schweiz in der NLB und NLA bei den Herren in Wil. Zudem tritt sie bei Universiaden, Europa- und Weltmeisterschaften in vielen verschiedenen Ländern weltweit an. Wie richtet sie sich ihr Fernstudium in Psychologie ein neben Training, Turnieren und den vielen Reisen?

  1. Ein Fernstudium verlangt Selbstdisziplin. Man muss sich selbstständig aufraffen und sich an die Bücher setzen.
  2. Da es keine fixen Unterrichtszeiten gibt und man sehr flexibel ist, ist das Planen ein wichtiger Aspekt. Wenn man so viel wie ich unterwegs ist, muss klar sein, wann und wo erledige ich was.
  3. Doch das Allerwichtigste ist, dass man Interesse und Spass an dem Unistoff hat und den Willen sich weiterbilden zu wollen. Dann kann’s fast nicht schief gehen!:)

Mit diesen Tipps bringst auch du eine Aus- oder Weiterbildung, Berufliches und Privates aneinander vorbei. Finde jetzt den richtigen Lehrgang oder Kurs bei eggheads.ch.

7 Survival Tipps für das Mitarbeitergespräch

Alle Jahre wieder: ab in die Höhle des Löwen zum Mitarbeitergespräch. eggheads.ch zeigt dir hier im Weiterbildungsblog, wie du am meisten draus machst.

Gegen Ende Jahr flattert sie bestimmt auch wieder in deine Inbox: die Einladung für das Mitarbeitergespräch. Antanzen beim Chef ist angesagt. Wenn du in diesem Moment leer schluckst und nicht gerade Euphorie verspürst, bist du in guter Gesellschaft. Viele Angestellte sehen den alljährlichen Termin eher als Alibiübung, die sie über sich ergehen lassen müssen, denn als Chance und machen gute Miene. Auch wenn es für ein gelungenes Jahresendgespräch zwei braucht, zeigt dir eggheads.ch hier einige Tipps, damit dir dein Part gelingt.

Das Mitarbeitergespräch: Feedback vom Chef. Mach mehr draus mit den 7 Tipps von eggheads

Alle Jahre wieder: antanzen beim Chef für das Mitarbeitergespräch.

1. Sieh es, als was es ist

Im HR-Jargon wird das Mitarbeitergespräch auch als Qualifikations- oder Entwicklungsgespräch bezeichnet. Nach reiner Lehre geht es beim Termin zwischen Vorgesetzten und Angestellten um eine Standortbestimmung: Erbrachte Leistungen sollen mit den im Vorjahr gesteckten Zielen abgeglichen und beurteilt werden. Gleichzeitig geht es um neue Ziele und deinen Beitrag für den Erfolg deines Teams, deiner Abteilung und deiner Arbeitgeberin. Oder kurz zusammen gefasst: Es geht nicht um eine Beurteilung von dir als Mensch sondern als Fachkraft.

2. Bewahre ruhig Blut – auch im Qualifikationsgespräch

Hand aufs Herz: Es ist praktisch unmöglich, sich selbst nur als Funktionsträger oder Leistungserbringer zu sehen. Der Charakter, persönliche Stärken und Schwächen prägen die Arbeit und entsprechend deren Beurteilung massgeblich mit. Ebenso fliessen Erlebnisse in die Wahrnehmung ein. Damit das Mitarbeitergespräch dennoch erfolgreich verläuft, bleib sachlich und konstruktiv. Auch hier gilt: c’est le ton qui fait la musique.

3. Bleib auf dem Boden

Das Mitarbeitergespräch ist durchaus eine knifflige Angelegenheit: zum einen erhältst du Feedback, für das du offen sein solltest und das dich weiter bringen kann. Zum andern ist es eine Leistungsbeurteilung, die womöglich für mehr oder weniger Lohn sorgt. Wenn du allzu ehrlich bleibst, verbaust du dir vielleicht den Bonus oder Aufstiegschancen. Handkehrum: Wenn du Leistungen überverkaufst und zu viel versprichst, läufst du Gefahr, dass du früher oder später auffliegst. Darum: sei ehrlich aber nicht zu bescheiden, stell Erfolge heraus aber ohne zu viel Zuckerguss, sei ambitioniert und motiviert aber nicht weltfremd.

4. Rechne ab – mit dir

Gut vorbereitet gelingt das Mitarbeitergespräch besser. Nimm dir Zeit dafür. Betrachte die im Vorjahr gesteckten Ziele nochmals und fasse deine Ergebnisse im abgelaufenen Jahr auf einer Liste zusammen. Was war Top? Was Flop? Welche Stärken konntest du einbringen? Welche Schwächen solltest du noch ausbügeln? Mit einer ehrlichen Selbsteinschätzung bist du gewappnet für die Beurteilung der Gegenseite und die darauf folgende Diskussion.

5. Spitz die Ohren

Ohren spitzen und Feedback entgegennehmen im Mitarbeitergespräch

Man sagt, Feedback ist ein Geschenk. Also spitz die Ohren, denn du es bekommst.

Gleich wie du zieht dein Chef Bilanz, analysiert Erreichtes (und Verpasstes) und gibt Feedback. Dies bezieht sich wie erwähnt auf Fachliches und auf Persönliches wie zum Beispiel deine Rolle im Team oder die Zusammenarbeit mit Kollegen anderer Abteilungen. Hör zu und finde heraus, in welchen Punkten ihr euch einig seid und in welchen nicht. Wenn es Differenzen gibt, vertieft diese. So zeigen sich möglicherweise Erwartungen und Einschätzungen, die nur implizit vorhanden sind. Liegen diese auf dem Tisch, könnt ihr euch beide daran orientieren.

6. Fordere messbare Ziele ein im Mitarbeitergespräch

Mitarbeitergespräch Ziele definieren

Ziele sollten messbar sein. Nur so lässt sich später Erfolg oder Misserfolg beurteilen.

Die Ziele und Planung für das kommende Jahr sind grösstenteils über die Unternehmensstrategie definiert. Entsprechend werden dir Ziele vorgegeben. Damit diese beim nächsten Qualifikationsgespräch bewertet und besprochen werden können, sollten sie objektiv messbar sein. Die Messlatte wird hoch sein. Lass dich auf ambitionierte Ziele ein und hake nach, wenn eine Vorgabe nicht klar genug definiert ist. Wichtig ist auch, dass du die nötigen Kompetenzen und Ressourcen bekommst, um die Erwartungen zu erfüllen.

7. Mach den nächsten Schritt – mit einer Weiterbildung

Der Karrieresprung mit einer Weiterbildung beginnt im Mitarbeitergespräch

Besprich im Mitarbeitergespräch deine berufliche und persönliche Weiterentwicklung – eine gute Gelegenheit, eine Weiterbildung zu beantragen.

Zum Ausblick gehört es ebenfalls, deine beruflichen und persönlichen Perspektiven zu besprechen. Wie willst du dich im Job weiter entwickeln? Welche Skills musst du morgen beherrschen? Das Mitarbeitergespräch ist eine gute Gelegenheit, das Thema Weiterbildung aufzugreifen. Zeige deinem Chef, wie du mit einer Weiterbildung mehr aus dir machst und wie eure Firma davon profitiert. Wenn du aufzeigst, was eine Investition in dich beiden Seiten bringt, erhöhst du die Chance auf eine Unterstützung. Eine grosse Auswahl an Lehrgängen, Kursen und Seminaren findest du übrigens bei eggheads.ch. Und wenn dich die Auswahl erschlägt, lies unsere Checkliste Weiterbildung, wie du die richtige Weiterbildung findest.

Wir hoffen, mit diesen Tipps blickst du dem alljährlichen Ritual namens Mitarbeitergespräch gelassener entgegen und weisst, wie du mehr draus machen kannst.

Eine praktische Checkliste findest du bei SRF.

Photo Credits: Thanks to Pexels, Pixabay und Deathtothestockphoto.

Master vs. Master: wie sich die Abschlüsse nach Aus- und Weiterbildung unterscheiden

„Ich mache meinen Master“. Oft gehört, diese Aussage. Aber welchen Master genau? eggheads zeigt dir in einer Infografik den Unterschied zwischen dem Masterabschluss nach einem Grundstudium und nach einer Weiterbildung.

Du weisst schon, dass Du einen Weiterbildungsmaster willst? Entdecke MAS bei eggheads und finde den richtigen für dich.

eggheads erklärt MAS, Ausbildungsmaster und Weiterbildungsmaster

eggheads zeigt dir, wie sich ein Ausbildungsmaster (wie MA oder MSc) von einem Weiterbildungsmaster (MAS) unterscheidet.

Die Top 3 Städte der Weiterbildung

Welche Deutschschweizer Stadt bietet das umfangreichste Angebot an Weiterbildungen? eggheads hat die eingetragenen Kurse analysiert und zeigt dir eine Momentaufnahme im Herbst 2015. Die Top 3 zeigen auch, welches die häufigsten Fachbereiche in jeder Stadt sind.

1. Zürich: 297 Weiterbildungen

Weiterbildung Zürich

Hochschulen und Private sorgen für ein umfassendes Angebot an Kursen in Zürich.

Von der ETH Zürich, Universität Zürich, HWZ Hochschule für Wirtschaft oder über Kooperationen auch von anderen Hochschulen finden sich zahlreiche Weiterbildungen in Zürich. Zahlreiche private Anbieter sorgen zusätzlich für ein vielfältiges Angebot in der grössten Stadt der Schweiz.

Lehrgänge und Kurse in Unternehmensführung, Marketing und Gesundheitswesen sind besonders stark vertreten.

2. Bern: 182 Weiterbildungen

Weiterbildung Bern

Die Hauptstadt der Schweiz ist für viele Interessenten einer Weiterbildung eine gute Wahl.

Die fünftgrösste Stadt der Schweiz ist nicht nur Haupt- sondern auch Bildungsstadt. Die grösste Auswahl an Lehrgängen und Kursen bieten dir die Berner Fachhochschule und die Universität Bern in den Fachbereichen Informatik, Unternehmensführung und Soziale Arbeit.

3. Luzern: 142 Weiterbildungen

Weiterbildung Luzern

Kapellbrücke, Kongresshaus & Co.: Wer eine Weiterbildung in Luzern besucht, hat wenig Zeit für Sightseeing.

Die Hochschule Luzern HSLU und die Universität Luzern bieten zusammen mit privaten Anbietern zahlreiche Weiterbildungen in Luzern an. Interesse an einer Weiterbildung in Sozialer Arbeit, Marketing oder Kommunikation? In diesen drei Fachbereichen findest du am Fuss des Pilatus ein grosses Angebot.

Finde deine nächste Weiterbildung bei eggheads: Wähle deinen Fachbereich und filtere z.B. nach Kursort oder Kurstyp. Im Gespräch mit anderen Interessenten, Absolventen und Kursleitern erfährst du, was wirklich in einem Kurs steckt. Bleib neugierig.

Zu eggheads Weiterbildung bewertet von schlauen Köpfen.