Buchhaltungskurs besuchen und die Unternehmensfinanzen im Griff haben

Ratgeber Buchhaltungskurs: Auf Du und Du mit Soll und Haben

Mit der Buchhaltung hast du die Zahlen in deinem Unternehmen im Griff. Aber welcher Buchhaltungskurs bereitet am besten darauf vor? eggheads.ch hilft dir mit diesem Ratgeber, den Überblick über das üppige Weiterbildungsangebot zu bekommen.

 

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Buchhaltungskurs besuchen und die Unternehmensfinanzen im Griff haben

In einem Buchhaltungskurs lernst du Soll an Haben – und noch mehr.

Wenige Berufsstände rufen bei vielen ein so starkes – meist klischiertes – Bild hervor wie der Buchhalter (und das gilt tatsächlich für die männliche Berufsbezeichnung). Zu nutze macht sich dies auch die Unterhaltungsbranche, man denke an Charaktere wie Chandler in der Serie “Friends” oder Leo Bloom im Film “The Producers” (mehr).

In ihren Unternehmen haben Buchhalterinnen und Buchhalter aber eine wichtige Aufgabe: mit der Buchhaltung haben sie ein wichtiges Instrument der Unternehmensführung in der Hand und ermöglichen es damit, die Finanzen im Griff zu behalten und das Unternehmen zu steuern.

 

 

Buchhalter: Aufgaben und Anforderungen

In der Schweiz sind gemäss LinkedIn rund 6000 Personen in der Buchhaltung tätig, sei es als Sachbearbeiter Rechnungswesen, Buchhalter mit eidg. Fachausweis oder Leiter Buchhaltung. Oft sind Buchhalter und Buchhalterinnen auch für weitere Aufgaben zuständig wie die Assistenz oder Personaladministration.

Wie Stichproben in Stellenausschreibungen zeigen erwarten Arbeitgeber von ihren Buchhaltern meist, dass sie das Hauptbuch sowie die Hilfsbücher führen. Zu letzteren gezählt werden am häufigsten die Kreditoren und Debitoren. Weitere Aufgaben in der Buchhaltung:

  • Zahlungsverkehr inkl. Mahnwesen
  • Verbuchung der Wareneingänge
  • Kontoführung
  • MwSt.-Abrechnung
  • Monats- und Jahresabschlüsse.

Vorausgesetzt werden häufig eine abgeschlossene kaufmännische Grundausbildung sowie eine Weiterbildung zur Fachfrau/Fachmann Finanz- und Rechnungswesen mit eidg. Fachausweis.

 

Die Finanzbuchhaltung: Pflicht für Unternehmen

Für juristische Personen sowie für Einzelunternehmen und Vereine ab 500’000 Franken Umsatz im Jahr ist die Buchhaltung und Rechnungslegung Pflicht. Das schreibt das Schweizerische Obligationenrecht (Art. 957ff) vor (Gesetzesauszug).

Damit verbunden sind weitere Pflichten wie das Erstellen von:

  • Inventar
  • Bilanz und
  • Erfolgsrechnung mit sämtlichen Belegen.

Weitere Informationen.

 

Buchhaltungskurs gesucht? Das musst du wissen

Das Angebot an Kursen, Seminaren und Lehrgängen in Finanz-und Rechnungswesen ist umfassend. eggheads hilft dir mit diesem Ratgeber, den Überblick zu bekommen, so dass du die richtige Weiterbildung findest.

 

An wen sich Buchhaltungskurse richten

An Anfänger, Einsteiger und “Dummies”

Crashkurse und Buchhaltungskurse für Einsteiger richten sich an alle, die mit den Aufgaben und Techniken der Buchführung nicht vertraut sind und sich die notwendigen Grundlagen aneignen wollen – seien es gesetzliche Grundlagen nach dem Obligationenrecht (OR) oder die Grundsätze ordnungsmässiger Buchführung und Rechnungslegung. Zum A und O gehören z.B. weiter auch, wie man Bilanzen und Erfolgsrechnungen gliedert oder einen Kontenplan erstellt. In einem Einsteigerkurs lernen Teilnehmer auch, wie man typische Geschäftsfälle verbucht und einen Jahresabschluss vorbereitet. Als Einsteiger solltest du gern mit Zahlen arbeiten sowie einige Rechenregeln und -verfahren wie das Dreisatz- oder Prozentrechnen beherrschen. Meist stehen dir mit diesen Vorkenntnissen die Buchhaltungskurse für Anfänger offen.

An Wiedereinsteiger

Wer den Wiedereinstieg in die Buchhaltung sucht oder seine Kenntnisse in Finanz- und Rechnungswesen wieder auffrischen möchte, findet kurze und intensive Buchhaltungskurse, die meist eine Bezeichnung wie Refresher oder Brush-up tragen. In sehr kurzer Zeit – zwischen einzelnen Lektionen und wenigen Abend – werden in der Regel die wichtigsten Grundlagen und Zusammenhänge der Buchhaltung wiederholt und die aktuellen Rahmenbedingungen aufgearbeitet. So werden Teilnehmer wieder fit in allen Fragen des Accountings.

An Vereine, Selbstständige oder KMU

Wenn du kein professioneller Buchhalter bist und zum Beispiel in einem Verein als “Säckelmeister” die Verantwortung für die Finanzen trägst oder als kaufmännischer Allrounder in einem KMU die Buchhaltung führst, findest du dafür spezifische Buchaltungskurse und -seminare. Sie sind inhaltlich meist sehr verwandt mit den Angeboten für Einsteiger (vgl. oben) und vermitteln das Einmaleins von den gesetzlichen Grundlagen und Bewertungsvorschriften über die doppelte Buchhaltung bis zu Abgrenzungen und zum Jahresabschluss. In der Regel wirst du in solchen Weiterbildungen auch mit einem Buchhaltungsprogramm arbeiten. Einfache Excel-Kenntnisse helfen dir ebenfalls weiter.

An Fortgeschrittene

Falls du einen Buchhaltungskurs für Anfänger hinter dir hast, kannst du deine Kenntnisse in der Finanzbuchhaltung (Fibu) weiter vertiefen. Zu den Themen, die in der Praxis regelmässig auftauchen, gehören Personalaufwand, Abschreibungen oder Abgrenzungen und Rückstellungen.

Wer eine weiterführende Weiterbildung besucht, kann danach beispielsweise:

  • praxisrelevante Bilanzierungsfragen richtig lösen
  • die aktuellsten Sozialversicherungsabzüge anwenden
  • den Personalaufwand verbuchen,
  • die Eigenkapitalkonten einer Einzelunternehmung führen,
  • Abschreibungen berechnen und verbuchen
  • Fremdwährungen umrechnen
  • Einkaufs- und Verkaufspreise einer Handelsunternehmung kalkulieren
  • zweistufige Erfolgsfrechnung erstellen
  • Abschluss einer Aktiengesellschaft (AG) verbuchen
  • Nutzschwelle im Warenhandel berechnen
  • Bilanz und Erfolgsrechnung analysieren und interpretieren
  • Kennzahlen eines Unternehmens berechnen
  • Cashflow berechnen

 

Möchtest du jetz einen Buchhaltungskurs finden?

 

Was Buchhaltungskurse vermitteln

Wenn du bereits sattelfest in Buchhaltung bist, aber zu einer bestimmten Praxisfrage ein Kurs oder Seminar suchst, dann findest du einen Buchhaltungskurs zu einem der folgenden Themen:

Updates

Wenn du mit der doppelten Buchführung zwar vertraut bist und Geschäftstransaktionen verbuchen kannst, aber die wichtigsten Änderungen des Schweizer Rechnungslegungsrechts oder andere beachtenswerte Gesetzesänderungen nicht kennst, bist du mit einem Update richtig bedient. Ein solcher Buchhaltungskurs bringt dich meist auch in Themen wie Sozialversicherungen, Steuern oder der OR-Rechnungslegung auf den neusten Stand.

Buchhaltungskurs für Hilfsbücher oder Nebenbücher

In der Finanzbuchhaltung (Fibu) können gleichartige Tatbestände in einem separaten Buchungskreis geführt werden. Zu den Hilfsbüchern bzw. Nebenbüchern zählen:

  • Debitoren-,
  • Kreditoren-,
  • Lohn-,
  • Anlagen-
  • sowie Wertschriften- und Liegenschafts-Buchhaltung.

Wer sich auf Hilfsbücher spezialisiert, findet einen passenden Buchhaltungskurs zum Thema der Wahl. Zahlreiche Weiterbildungsangebote vermitteln Kompetenzen in der Lohnbuchhaltung, die auch die Lohnabrechnung beinhaltet. Wer einen solchen Kurs besucht, lernt z.B. die Grundlagen zum Thema Lohnabrechnung kennen, kann Stunden- oder Montatslohnabrechnungen erstellen oder weiss, wie die Differenzen zwischen Lohn- und Finanzbuchhaltung abgestimmt und dokumentiert werden.

Buchhaltungskurs für Spezialfälle

Unternehmen müssen auf erwartete und unerwartete Marktereignisse reagieren. Diese Spezialfälle bilden Buchhalterinnen in der Buchhaltung ab. Kurse und Seminare behandeln oft folgende Themen:

  • Jahresabschluss
    Der Jahresabschluss will exakt und unter Zeitdruck erstellt werden. In einem Buchhaltungskurs lernen Teilnehmer, typische Zeitfresser und Fehler zu erkennen und zu vermeiden, so dass sie die wichtigsten Abschlussarbeiten mit Checklisten und Ablaufplänen organisieren können. Effizient können sie die für die Revision notwendigen Dokumentationen erstellen.
  • Revision
    In einem spezifischen Buchhaltungskurs lernst du, was die Revisionspflicht beinhaltet und welche verschiedenen Arten der Revision es gibt. Diese Kurse und Seminare bereiten darauf vor, die Aufgaben und Ziele der Revisoren kennen zu lernen und die Erfolgsfaktoren für die Revision zu eruieren. Zudem bist du nach erfolgreichem Abschluss in der Lage, eine Revision durch eigene Überprüfung effizienter abzuwickeln.
  • Sanierung
    Ein weiterer Spezialfall ist die Sanierung. In einer darauf ausgerichteten Weiterbildung lernst du, was eine Sanierung genau ist, wie es dazu kommen kann und was die aktienrechtlichen Vorschriften sind. Weiter wird dir aufgezeigt, wie du eine Sanierung erfolgreich durchführst, sie in der Finanzbuchhaltung abbildest (Sanierungsbilanz und Sanierungskonto) und die steuerlichen Auswirkungen beurteilst.
  • Buchhaltungskurse nach Rechnungslegungsstandard
    In einigen Weiterbildungen wirst du auf die Buchhaltung nach bestimmten Rechnungslegungsstandards vorbereitet. Ein Beispiel ist Swiss GAAP FER. Wenn du einen Buchhaltungskurs Swiss GAAP FER absolvierst, kannst du:

    • das Regelwerk und seine Bedeutung für KMU beurteilen
    • die Unterschiede zwischen Swiss GAAP FER, IFRS (International Financial Reporting Standards) und Obligationenrecht (OR) verstehen
    • den Rechnungslegungsstandard einführen und anwenden und
    • oder einen Abschluss nach Swiss GAAP FER erstellen

So vielfältig die Aufgaben in der Buchhaltung sind, so unterschiedlich gelagert sind die Buchhaltungsweiterbildungen. Wer einen Buchhaltungskurs sucht, sollte darum die eigenen Skills ehrlich einschätzen und realistisch planen, was er lernen möchte (Weitere Tipps: Weiterbildung finden).

 

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Ausbildung und Weiterbildung mit Diplom abschliessen

Die richtige Weiterbildung finden: So geht’s

Du willst weiterkommen im Job? Die Chancen stehen gut, dass du dafür wieder die Schulbank drückst. Wie aber lässt sich die richtige Weiterbildung finden? Einige Tipps von eggheads.ch

  • Traumpartner? Check.
  • Traumhaus? Check.
  • Perfekter Job? Check.
  • Die richtige Weiterbildung? Wie finde ich sie bloss…

Die Suche ist anspruchsvoll. Aber wer sucht, der findet. Lass dir von eggheads.ch zeigen, wie du aus den unzähligen Weiterbildungsmöglichkeiten die richtige findest. Wir empfehlen dir, folgende Fragen für dich durchzugehen.

Am Ende des Beitrags findest du die Checkliste als Infografik und als .pdf zum Herunterladen.

  1. Was hast du gelernt? Was kannst du?

Wenn du eine Weiterbildung suchst, beschäftigst du dich sehr intensiv mit dir selbst. Zu Beginn auf der Suche nach dem geeigneten Kurs, Seminar oder Lehrgang steht darum eine Bestandesaufnahme: Welche Qualifikationen bringst du mit? Welche Stärken und Schwächen hast du?

Bevor du Lehrbücher verschlingst, geh selber über die Bücher.

Von Kollegen und Vorgesetzten erhältst du im Job direktes und indirektes Feedback, das sehr aufschlussreich ist. Wirf auch einen Blick in Arbeitszeugnisse und schärf so den Blick auf deine eigenen Kompetenzen. Wenn du den Status Quo sauber analysierst, fällt der nächste Schritt deutlich einfacher: herauszufinden, was du lernen möchtest – oder solltest.

 

  1. Was möchtest du lernen?

Ohne klare Ziele wird es schwierig, die richtige Weiterbildung zu finden. Möchtest du dich im aktuellen Job verbessern, auf der Karriereleiter eine Stufe höher klettern oder planst du gar einen Neuanfang in einem noch neuen Job?

Wenn du anwendungsbezogenes oder branchenspezifisches Wissen für deine tägliche Arbeit brauchst, kommen für dich andere Weiterbildungsangebote in Frage, als wenn du ein vertieftes und konzeptionelles Verständnis für dein Fachthema erlangen möchtest.

Deine Zielsetzung bestimmt, welcher Kurstyp für dich geeignet ist: es könnte ein Kurs, Seminar oder E-Learning sein oder ein Lehrgang an einer Universität oder Fachhochschule.

 

  1. Wie fällt dir das Lernen am einfachsten?

Hand aufs Herz: wir lernen nicht alle gleich. Darum ist nicht jedes Kursformat für jeden geeignet. Manch einer lernt am besten auf eigene Faust im Selbststudium, andere sind froh, wenn sie verbindliche Strukturen verpflichten. E-Learnings oder Blended Learnings eignen sich besser für den ersten Lerntyp, denn bei diesen Weiterbildungen können die Teilnehmer selber bestimmen, wie schnell sie vorankommen möchten.

Der zweite Lerntyp ist in klassischen Formaten mit Präsenzunterricht besser bedient. Es motiviert sie, wenn auch andere regelmässig zu den Kursen erscheinen und sie so den Austausch pflegen und ein Netzwerk knüpfen können.

 

  1. Wie richtest du die Weiterbildung zeitlich ein?

Keine Zeit. Diese Antwort war in einer Studie des bfs der meist genannte Grund, warum Schweizerinnen und Schweizer keine Weiterbildung besuchen. Wenn du eine Fortbildung ins Auge fasst, muss sie mit deinen bestehenden beruflichen und persönlichen Verpflichtungen unter einen Hut gehen (Tipps, wie das geht).

Etwas Neues lernen braucht Zeit.

Bevor du einen Weiterbildungsvertrag unterschreibst, schau mal deine Agenda an und geh auf Nummer sicher, dass du dir Zeit frei schaufeln kannst für die Teilnahme sowie die Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen. Wenn du eine Hochschulweiterbildung wie ein Certificate of Advanced Studies (CAS) oder Master of Advanced Studies (MAS) besuchst, geben die ECTS-Punkte Auskunft, wie aufwändig das Erreichen des Abschlusses notwendig ist. Bei Kursen oder Seminaren erfährst du mehr in den Kursausschreibungen.

 

  1. Wie finanzierst du die Weiterbildung?

Neben Zeit (Hirnschmalz, Sitzleder und Lerngeduld) braucht eine Weiterbildung auch finanzielle Mittel. Meistens sind die Arbeitgeber interessiert, dass ihr Personal fit ist auf seinen Fachthemen. Darum ist es gut möglich, dass sich deine Firma an den Kurskosten beteiligt oder sogar Arbeitszeit zur Verfügung stellt. Am besten suchst du mit deinem Chef das Gespräch und überzeugst ihn oder sie, was ihr beide davon habt, wenn du wieder die Schulbank drückst.

Wenn du nicht aus eigener Kraft in deine berufliche Zukunft investieren kannst, kommen für dich vielleicht auch alternative Finanzierungsformen in Frage. Das kann ein Bildungskredit sein oder Crowdfunding. Tipps, wie du deine Weiterbildung finanzieren kannst.

Und nicht vergessen: berücksichtige bei den Kosten auch mögliche Lohnausfälle, wenn du dein Arbeitspensum für die Weiterbildung reduzierst.

 

  1. Die richtige Weiterbildung: Kurs, Seminar oder Lehrgang auswählen

Es spielt keine Rolle, ob du eine Berufs- oder Laufbahnberatung besuchst, dich an einer Messe informierst oder das Internet abklapperst: wenn du dir sicher bist, welche Kriterien wichtig sind, verlierst du dich nicht im Weiterbildungsdschungel.

Jetzt zeigen wir dir, worauf du bei konkreten Weiterbildungsmöglichkeiten achten musst:

  • Kursausschreibung: steht alles zu Zielen, den Kursinhalten und den gestellten Anforderungen drin? Gehen die Gebühren klar? Sind die Informationen aktuell?
  • Dozenten: bei der beruflichen Weiterbildung ist es das A und O, dass die Dozenten wissen, wovon sie reden. Prüfe, ob die Dozenten ausgewiesene Erfahrung in ihrem Metier mitbringen und auch fähig sind, diese zu vermitteln.
  • Methodik: guter Lernstoff ist das eine, das andere: wie er vermittelt wird. Weiterbildungen finden im klassischen Frontalunterricht statt oder auch als videobasierte Online-Kurse. Wähle die Methodik, die dir liegt.
  • Abschluss: winkt dir ein Diplom oder ein Zertifikat nach der Weiterbildung? Am meisten hast du davon, wenn es auf dem Arbeitsmarkt anerkannt ist. Mach dich in deiner Branche oder bei Branchenverbänden schlau.
  • Preis: Mit welchen Ausgaben musst du unter dem Strich rechnen? Zähle neben den Kurskosten auch allfällige Gebühren für die Anmeldung oder Prüfung dazu. Ebenfalls brauchst du Lehrmaterialien wie z.B. Bücher oder Skripte. Last but not least: nimmst du Lohnausfälle in Kauf, um die Weiterbildung zu absolvieren?
  • Qualität: Ein Anhaltspunkt, wie gut ein Anbieter ist, kann ein Label sein. Meistens triffst du das Eduqua- oder EFQM-Label an. Wie zufrieden Absolventen mit den Kursen, Seminaren oder Lehrgängen waren, die sie besucht haben, findest du bei eggheads Bewertungen von Weiterbildungen.

Heute lernen wir ein Leben lang. Umso wichtiger ist es, dass dich deine Weiterbildung weiter bringt.

Denk aber auch dran: je mehr du in deine Fortbildung rein steckst, umso mehr ziehst du für dich raus. Also mach mit, wenn du dabei bist.

Jetzt die richtige Weiterbildung finden.

Lade hier die Checkliste Weiterbildung als Infografik herunter.

Checkliste Weiterbildung herunterladen

Mit der Checkliste von eggheads.ch findest du die richtige Weiterbildung.

Wenn du lieber ein pdf magst: Checkliste-Weiterbildung-eggheads.ch jetzt downloaden.

Weiterbildung finanzieren: Tipps und Tricks

Eine Weiterbildung kann dir viel bringen – verlangt dir aber auch viel ab. Disziplin, Zeit, Grips und Schweiss. Nicht zuletzt: Geld. eggheads.ch zeigt dir Wege auf, wie du Kurs, Seminar oder Lehrgang finanzieren kannst.

Benjamin Franklin frei übersetzt: Weiterbildung lohnt sich

Weiterbilden lohnt sich

Dein Entschluss, eine Weiterbildung zu besuchen, ist felsenfest. Nun stellt sich die Frage, wie du das Geld dafür zusammen bekommst. Vielleicht ging dir der gleiche Gedanke durch den Kopf, wie diesem Zeitgenossen auf Twitter.

Ein Certificate of Advanced Studies (CAS) kostet durchschnittlich rund CHF 7500, ein Diploma of Advanced Studies (DAS) rund 15’000, für einen Master of Advanced Studies (MAS) werden durchschnittlich rund CHF 25’000 fällig und für einen Master of Business Administration (MBA) oder einen Executive Master of Busines Administration (EMBA) rund CHF 33’000. Wobei die prestigeträchtigsten das Zwei- oder Dreifache davon kosten können.

Mit anderen Worten:

  • CAS: rund so viel wie ein Schweizer durchschnittlich im Monat verdient.
  • DAS: so viel wie ein Gebrauchtwagen kostet.
  • MAS: so viel wie ein Mittelklassewagen
  • EMBA/MBA: ein Luxusauto

Diese Kosten werden für die Kursgebühren fällig, dazu kommen möglicherweise Gebühren für die Zulassung oder Prüfungen. Nicht zu vergessen sind Ausgaben für Lehrmittel, Verpflegung, allfällige Übernachtungen oder Studienreisen. Substanziell auswirken können sich allfällige Lohneinbussen, wenn du das Arbeitspensum reduzierst.

Entsprechend den substanziellen Kursgebühren für eine Weiterbildung und dem hohen Stellenwert, den Schweizerinnen und Schweizer der Arbeit beimessen, beläuft sich der Gesamtumsatz mit Kursen, Seminaren, Lehrgängen und anderen Programmen auf jährlich 5,3 Mrd. Schweizer Franken (Quelle).

Umsatz Weiterbildung Schweiz

Der Umsatz mit Weiterbildung in der Schweiz beträgt rund 5,3 Mrd. Schweizer Franken.

 

Zum Vergleich: Die Hotellerie der Schweiz, die der eigene Branchenverband als Rückgrat des Tourismus bezeichnet, erwirtschaftet einen jährlichen Umsatz von über 10 Milliarden Franken (Quelle).

Die Hotellerie setzt gut doppelt so viel im in der Schweiz wie die Weiterbildung

Die Hotellerie in der Schweiz (im Bild das Grandhotel Griessbach) setzt gut zwei Mal so viel um wie die Weiterbildung: gut CHF 10 Mrd. jährlich.

eggheads.ch zeigt dir nun Wege auf, wie du deine nächste Weiterbildung finanzieren kannst.

 

1. Selbstzahler

In weiser Voraussicht hast du Geld zur Seite gelegt, auf das du zugreifen und für deine Weiterbildung einsetzen kannst. Wenn sich dir diese Möglichkeit bietet, bist du weniger abhängig von anderen wie z.B. Arbeitgebern oder Stipendien. Tipp: vergiss nicht, die Weiterbildungskosten bei der Steuererklärung anzugeben, so musst du dem Steueramt weniger abliefern. Erfahre in unserem Blogpost, was in deinem Kanton gilt.

 

2. Arbeitgeber

Eine berufliche Weiterbildung bringt Angestellte und Arbeitgeber weiter: darum sind Unternehmen in der Regel interessiert, sich an der Weiterbildung ihres Personals zu beteiligen. Gut zwei von drei Erwerbstätigen gaben bei der letzten Umfrage des bfs 2011 an, dass sie ihr Arbeitgeber bei einer Weiterbildungsaktivität unterstützt hat. Am häufigsten beteiligen sich Arbeitgeber an nicht-formalen Weiterbildungen, d.h. Aktivitäten, die zu keinem Diplom führen wie Kurse, Seminare, oder Workshops (Quelle).

Je mehr neu erworbenes Wissen und neue Fähigkeiten deinem Brötchengeber bringen, umso grösser dürfte die Beteiligung deines Arbeitgebers ausfallen. Zusammen mit deinem Chef solltest du die Ziele der Weiterbildung vereinbaren und schriftlich festhalten:

  • welchen Betrag an den Kursgebühren er übernimmt
  • ob die Unterrichtszeit als Arbeits- oder Freizeit anzurechnen ist und
  • wie lange du dich für das Unternehmen verpflichtest. Als Faustregel lässt sich sagen, dass der Nutzen aus neu erworbenen Skills nach zwei bis drei Jahren nachlässt.

 

3. Stipendien vom Kanton

Unterstützung für die Ausbildung und Weiterbildung kommt von der öffentlichen Hand. Indirekt unterstützt der Staat, indem er Angebote subventioniert und indem er die Weiterbildungskosten bei der Steuererklärung als Abzug gelten lässt. In der Schweiz sind die Kantone zuständig für die Vergabe von Stipendien, entsprechend unterscheiden sich beispielsweise Anforderungen und die effektiv ausgesprochenen Beteiligungen. Die Stipendieninitiative, die Stipendien national harmonisieren wollte, haben Schweizer Stimmbürger am 4. Juni 2015 abgelehnt. In der Regel stehen Beiträge für die Ausbildung im Vordergrund. Am besten klärst du in deinem Wohnkanton ab, ob du Chancen auf öffentliche Stipendien hast, um deine Weiterbildung zu finanzieren.

Hier findest du eine Übersicht der kantonalen Stipendienstellen

 

4. Stipendien von Stiftungen

In der Schweiz existieren rund 13,000 Stiftungen, die über ein Vermögen von rund CHF 70 Milliarden verfügen (Quelle). Einige haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Aus- und Weiterbildung zu fördern. Entscheidend ist jeweils der Stiftungszweck und ob du die nötigen Anforderungen erfüllst. Im Stiftungsverzeichnis des Bundes findest du eingetragene Stiftungen. Tipp: beantrage nur dort ein Stipendium, wo du alle Bedingungen erfüllst. So hast du die grössten Chancen, deine Weiterbildunng zu finanzieren.

 

5. Weiterbildungskredit von Banken

Banken und andere Akteuere des Kapitalmarktes haben Angebote entwickelt, die sich gezielt an Weiterbildungswillige richten. Wie bei einem üblichen Kredit gehst du mit dem Geldgeber einen Vertrag ein: er prüft deine Kreditwürdigkeit (Bonität), vereinbart mit dir Zinssatz und Laufzeit. Da wir keine Kreditexperten sind, empfehlen wir dir, das Kleingedruckte genau zu lesen.

Eine Auswahl von Anbietern:

Credit-Now Cashgate Bob Money
Laufzeit6 bis 48 Monate12 bis 60 Monate 6 bis 120 Monate
Zinssatz 6,9% 7,4% 8,9%
Kreditlimit (in CHF) 2’000 bis 40’000 ab 5’000 1’000 bis 80’000

 

6. Weiterbildungskredit von der Crowd

Geld gibt’s heute nicht mehr nur von Banken: als Alternative etabliert sich “die Crowd” – also potenziell jedermann. Wenn Einzelne ihr Geld gegen einen Zins für eine bestimmte Laufzeit zur Verfügung stellen, spricht man von Crowdlending. Wie die Crowdfunding-Studie 2015 der HSLU zeigte, verzeichnete dieser Bereich das grösste Wachstum: er stieg von 1,8 Millionen CHF im Jahr 2013 auf 3,5 Millionen CHF ein Jahr später (+95%). Für dieses Volumen waren 214 Kampagnen verantwortlich. Trotz stolzen Wachstumsraten steckt Crowdlending im Vergleich zu den knapp CHF 3,9 Milliarden im Konsumkreditmarkt aber noch in einem frühen Stadium (Quelle).

Uns von eggheads.ch gefällt die Idee, dass sich eine Community gegenseitig unterstützt, um eine Weiterbildung zu finanzieren. Wir teilen den gleichen Spirit. Darum sind wir eine Zusammenarbeit mit dem Fintech-Startup Splendit eingegangen. Splendit ist spezialisiert auf Crowdlending für die Ausbildung und Weiterbildung (mehr über unsere Kooperation).

 

Hast du die Finanzierung geregelt? Tipps und Tricks, wie du mehr aus deiner Investition machst, erfährst du in diesem Blogpost.

Bleib neugierig.

 

Photo Credits: thanks to pixabay, Wikimedia

Ausbildung und Weiterbildung mit Karriere vereinbaren: Tipps von Giulia Steingruber

So bringst du Karriere und Weiterbildung unter einen Hut

Wie schaffen es Profisportlerinnen, Spitzenleistungen zu erzielen und gleichzeitig ihre Studien voranzubringen? eggheads.ch hat für dich Giulia Steingruber und Rahel Aschwanden interviewt. Lass dich von ihren Tipps motivieren.

Viele Schweizerinnen und Schweizer sehen von einer Weiterbildung ab, weil ihnen nach eigenen Angaben die Zeit fehlt. Zeitmangel ist vor familiärer Belastung und zu hohen Kosten das häufigste Hindernis, sich weiterzubilden (Quelle: bfs).

Unbestritten ist: Wer berufsbegleitend einen Lehrgang, Kurs oder ein Seminar besucht und erfolgreich abschliessen will, nimmt zusätzliche Belastungen auf sich. Daher stellt sich die Frage, wie sich alle Verpflichtungen unter einen Hut bringen lassen (vgl. dazu auch unseren früheren Blogpost “6 Fragen, die du dir vor einer Weiterbildung stellen solltest

Aber wie genau lassen sich Karriere und berufsbegleitendes Lernen vereinbaren? eggheads.ch hat für dich Giulia Steingruber und Rahel Aschwanden interviewt.

Giulia Steingruber

Ausbildung und Weiterbildung mit Karriere vereinbaren: Tipps von Giulia Steingruber

Giulia Steingruber gibt Tipps, wie sich Karriere mit Aus- und Weiterbildung vereinbaren lässt. (Foto: zvg)

Die zweifache Europameisterin im Kunstturnen und Schweizerin des Jahres 2013 trainiert 28 Stunden in der Woche und will bei den olympischen Spielen in Rio de Janeiro im Sommer 2016 eine Medaille gewinnen. Wo bleibt da die Zeit für ein Fernstudium? Zurück von der Kunstturn-WM in Glasgow hat Giulia Steingruber eggheads.ch ihre drei Tipps mitgeteilt:

  1. Plane den täglich zu lernenden Stoff genau und halte dich akribisch daran
.
  2. Richte störfreie Zonen ein und lerne fokussiert
.
  3. Sei dir bewusst, dass sich die ganze Lernerei auszahlt
.

Rahel Aschwanden

Rahel Aschwandens Tipps für Karriere und Studium

Rahel Aschwanden: Reist fürs Tischtennis um die Welt und bringt noch ein Studium unter. Erfahr von ihr, wie auch du es schaffst. (Foto: rahelaschwanden.com)

Tischtennis ist wie Schachspielen während eines 100-Meter-Laufes!

Im Tischtennis ist Rahel Aschwanden die Nummer eins in der Schweiz. Sie wohnt und trainiert bei Wien, spielt in der zweithöchsten Liga in Frankreich bei Schiltigheim im Elsass sowie in der Schweiz in der NLB und NLA bei den Herren in Wil. Zudem tritt sie bei Universiaden, Europa- und Weltmeisterschaften in vielen verschiedenen Ländern weltweit an. Wie richtet sie sich ihr Fernstudium in Psychologie ein neben Training, Turnieren und den vielen Reisen?

  1. Ein Fernstudium verlangt Selbstdisziplin. Man muss sich selbstständig aufraffen und sich an die Bücher setzen.
  2. Da es keine fixen Unterrichtszeiten gibt und man sehr flexibel ist, ist das Planen ein wichtiger Aspekt. Wenn man so viel wie ich unterwegs ist, muss klar sein, wann und wo erledige ich was.
  3. Doch das Allerwichtigste ist, dass man Interesse und Spass an dem Unistoff hat und den Willen sich weiterbilden zu wollen. Dann kann’s fast nicht schief gehen!:)

Mit diesen Tipps bringst auch du eine Aus- oder Weiterbildung, Berufliches und Privates aneinander vorbei. Finde jetzt den richtigen Lehrgang oder Kurs bei eggheads.ch.

Qualität und Labels in der Weiterbildung

Qualität in der Weiterbildung: Was Labels aussagen

Labels sind eine gute Sache. Auch in der Weiterbildung sind sie weit verbreitet. Aber was sagen sie über die Qualität einer Weiterbildung aus? Wir zeigen die häufigsten, wer dahinter steht und was sie für dich bedeuten. Fazit: was ein Lehrgang wirklich bietet erfährst du nur bei eggheads.

Qualität und Labels in der Weiterbildung

Zertifikate, Siegel, Label, und Bewertungen, denen du auf der Suche nach der richtigen Weiterbildung begegnest. Erfahr im Blog, was dahinter steht.

Viel wurde über die Lage der Weiterbildung in der Schweiz gesagt und geschrieben (vgl. auch unseren Blogpost „wie Experten die Weiterbildung sehen”). Ebenso umstritten wie das stark gewachsene und unübersichtlich gewordene Kursangebot ist die Qualität einer Weiterbildung. Oder wie der ehemalige Präsident des Verbandes Weiterbildung Schweiz sagte:

Im einen Fall [haben wir] einen sehr guten Abschluss. Im andern Schrott. Die Transparenz über die Titelqualität fehlt.

Rudolf Strahm, ehem. Präsident Verband Weiterbildung Schweiz (Quelle: 10vor10)

Wie sich die Qualität des Bildungsangebotes ermitteln lässt ist keine einfache Sache – es ist sogar ein eigener Forschungszweig aus dieser Fragestellung entstanden. So weit wollen wir hier nicht gehen.

Bei deiner Recherche hast du viele Weiterbildungsmöglichkeiten entdeckt und dir ist bestimmt das eine oder andere Etikett aufgefallen, das auf Websites oder in Broschüren die Ausschreibung schmückt.

Wir zeigen dir, welche Labels und Bewertungen dir begegnen und was sie zu bedeuten haben. Die Übersicht:

1. Kursbewertungen von Absolventen bei eggheads

Kursbewertung bei eggheads

Welche Weiterbildung ist das Gelbe vom Ei? Bewertungen von schlauen Köpfen sagen es.

  • Seit: 2014
  • Wer dahinter steht: das Startup eggheads: Weiterbildung bewertet von schlauen Köpfen ermöglicht als unabhängige Plattform den Dialog zwischen Interessenten, Absolventen und Kursleitern. Bewertungen bringen alle weiter.
  • Wer bewertet: Absolventen
  • Bewertet wird: einzelne Kurse und Lehrgänge
  • Was das Label aussagt: Eine unabhängige Bewertung geniesst online grosses Vertrauen. Wenn auch eine einzelne Bewertung subjektiv ist, so vermitteln sie in der Summe ein klares Bild, was eine Weiterbildung wirklich bietet.
  • Anbieter: diverse, bewertete Kurse z.B.

2. Eduqua

Das eduqua Label

Breit abgestützt und weit verbreitet: rund 1000 Schulen tragen das eduQua-Zertifikat.

  • Seit: 2000
  • Wer dahinter steht: Initianten waren das Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO), das Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT), die Deutschschweizerische Berufsbildungsämter-Konferenz (DBK) und der Schweizerische Verband für Weiterbildung (SVEB). Die Geschäftsführung liegt beim SVEB.
  • Wer bewertet: Auditoren von akkreditierten Zertifizierungsgesellschaften führen bei interessierten Anbietern vor Ort ein Audit durch.
  • Bewertet wird: Das eduQua-Zertifikat bezieht sich auf den Aufbau von und auf Abläufe bei Anbietern. Einzelne Bildungsangebote oder Personen werden nicht beurteilt. Generell bekennen sich Anbieter mit einer Zertifizierung, dass sie die Qualität ihrer Angebote auf hohem Niveau halten, diese evaluieren und weiterentwickeln wollen. Gemäss eduQua werden Anbieter in diesen sechs Punkten durchleuchtet:

1. Bildungsangebote
Bildungsangebote, die den Bildungsbedarf und die Bildungsbedürfnisse der Kundinnen und Kunden befriedigen.

2. Information
Transparente Darstellung der Bildungsangebote, der Bildungsinstitution und deren Leitideen.

3. Ausbildung
Ausbildung, die Lernen ermöglicht, fordert, fördert und Lernerfolge vermittelt.

4. Ausbildende
Ausbildende mit einer hohen fachlichen und methodischdidaktischen Kompetenz.

5. Qualitätsmanagements-System
Vereinbarungen und Versprechen werden überprüft und eingehalten. Es finden kontinuierlich Qualitätsentwicklungen statt.

6. Führung
Führung, die kundenorientierte, ökonomische, effiziente und
effektive Leistungen sicherstellt.

Obwohl eduQua politisch und in der Branche breit abgestützt ist und grundsätzlich allen Anbietern im Bereich der Erwachsenenbildung offen steht, setzen Hochschulen auf andere Massstäbe. Das führt durchaus zu Kontroversen wie SVEB-Direktor André Schläfli gegenüber der NZZ sagte:

[Hochschulen wollen] sich lieber selber organisieren und letzlich auch selber überprüfen.

Quelle: NZZ

Verbreitet bei Universitäten und Fachhochschulen ist das dritte Label

3. EFQM

EFQM

Das Label bewertet Organisationen hinsichtlich „Business Excellence“.

  • Seit: 1988
  • Wer dahinter steht: die European Foundation for Quality Management (EFQM) hat 1988 das EFQM-Modell für das Qualitätsmanagement entwickelt. Mehr bei Wikipedia
  • Wer bewertet: externe Auditoren, damit das Label verliehen werden kann. Häufig ist das EFQM-Modell auch Basis für interne Qualitätssicherung (z.B. BFH).
  • Bewertet wird: die Organisation als Ganzes hinsichtlich “Business Excellence”. Es werden bis zu fünf Sterne vergeben.
  • Was das Label aussagt: das EFQM-Modell ist vielschichtig. Die einzelnen Weiterbildungen fliessen aber nur zu gut 10 Prozent in die Sternevergabe ein. Quelle
  • Anbieter: 4 Sterne tragen z.B. die HWZ oder die HSLU

4. ISO 29990

ISO - die Mutter aller Normen

ISO – die Mutter aller Normen. Diese Abkürzung begegnet uns in so manchem Lebensbereich und immer wieder mit anderen Zahlen. Im Bildungsbereich hat sich die ISO-Norm 29990 durchgesetzt.

  • Seit: 1947
  • Wer dahinter steht: die Internationale Organisation für Normierung ISO
  • Wer bewertet: von der Schweizerischen Akkreditierungsstelle SAS zugelassene Stellen.
  • Bewertet wird: die Organisation.
  • Was das Label aussagt: Die ISO-Norm 29990 richtet sich hauptsächlich an Bildungsinstitutionen, welche Aus-und Weiterbildungen ausserhalb der formalen Grund-, Sekundarstufe sowie Diplomstudiengänge anbieten. ISO 29990 bietet die Grundlage für ein bildungsspezifisches Managementsystem und die kontinuierliche Verbesserung des Führungssystems, der Prozesse und der Dienstleistungen. (Quelle: SQS)

5. FIBAA

Das FIBAA-Label

Ein Siegel mit Seltenheitswert ist jenes der FIBAA, was an der sehr spezifischen Ausrichtung liegt.

Zur Liste der FIBAA.

Auf der Suche nach der richtigen Weiterbildung kann ein Label ein Argument sein, das für eine bestimmte Academy oder einen bestimmten Kurs spricht. Mehr erfährst du in Gesprächen – sei es im persönlichen Umfeld oder in der eggheads Community. So wird die Community zum Laufbahnberater. Und weil wir ein Leben lang lernen, bist du nach deiner Weiterbildung wiederum in der Lage, mit deiner Kursbewertung andere weiter zu bringen.

Trete jetzt bei und finde deine nächste Weiterbildung

Lernen mit Musik im Ohr: eine gute Idee?

Platz nehmen, Buch aufschlagen und Kopfhörer auf: ist es eine gute Idee, beim Lernen Musik zu hören? eggheads hat das Web nach Antworten durchforstet, damit du Wissen speichern und deine Aus- oder Weiterbildung mit einer erfolgreichen Prüfung krönen kannst.

Köpfhörer auf beim Lernen für die Ausbildung oder Weiterbildung? eggheads klärt auf.

Kopfhörer sind treue Begleiter: sollst du sie beim Lernen anbehalten und Musik laufen lassen? eggheads fasst zusammen.

Musik wirkt – so weit sind sich mehrere Quellen und Studien einig. Wer Musik hört, kann:

  • entspannter sein wie beim Yoga oder Meditieren (mehr)
  • aufgeweckter sein wie beim Sport
  • erleben, wie sich die Stimmung verändert
  • glücklicher sein, da Musik das Glückshormon Dopamin ausschütten und so positive Gefühle auslösen kann.
  • die Aufmerksamkeit lenken.

Was bedeuten diese Auswirkungen von Musik auf Körper und Geist, wenn du den Stoff deiner Ausbildung oder Weiterbildung in den Kopf bekommen willst? Zu einer eindeutigen Antwort führen alle gefundenen Studien und Artikel nicht. Ausser: es kommt drauf an – und zwar darauf:

Musik beim Lernen einschalten bzw. ausschalten

Musik ein- oder ausschalten beim Lernen? Eindeutiges Ergebnis aus einmal Internet querlesen: es kommt drauf an.

Wann du Musik hörst

Vor dem Lernen

Musik berührt und bewegt uns: Sie kann die Motivation, Stimmung oder Aufmerksamkeit beeinflussen und so günstige Voraussetzungen fürs Lernen schaffen. Eine gute Stimmung hat einen positiven Einfluss auf kognitive Leistungen (mehr). Musik kann Dopamin auslösen, das bei angenehmen Aktivitäten wie Essen oder Sex ausgeschüttet wird und im Volksmund als Glückshormon bekannt ist (mehr). Die ausgelösten positiven Gefühle können gemäss Studien das Erinnerungsvermögen stärken. Hinweis darauf ist, dass der Hypokampus für Emotionen zuständig ist und für die Überführung von Informationen aus dem Kurz- ins Langzeitgedächtnis, also die Entstehung von Erinnerungen (mehr)
Eine gesteigerte Motivation kann ebenfalls das Resultat von beschwingten Tönen sein, was besonders geeignet ist, wenn du anschliessend kognitive oder kreative Aufgaben angehts (mehr).

Fazit: vor dem Lernen Musik hören, kann dir helfen, in die richtige Stimmung oder auf das nötige Energie- oder Konzentrationslevel zu kommen.

Musik beim Lernen für die Ausbildung oder Weiterbildung

Musik beim Lernen: C’est le ton qui fait la musique

Während des Lernens

Musik zieht Aufmerksamkeit auf sich und beschäftigt das Hirn, insbesondere wenn sie wortreich gesungen (gerappt etc.) oder schnell ist. Musik ist somit eine kognitive Last für das Hirn, denn es verarbeitet die Worte unbewusst. Für das Lernen heisst dies: nur ein Teil der Kapazität deines Hirns steht für den Stoff zur Verfügung, da der andere Teil den Gesang verarbeitet. Dieses Multitasking bedeutet Stress für das Hirn und beeinträchtigt die Konzentrationsfähigkeit und die Fähigkeit, Informationen lange abzuspeichern. Inhalte gelangen erst ins Kurzzeitgedächtnis und über Repetition ins Langzeitgedächtnis. Musik kann diese Repetition unterbrechen, v.a. wenn Text gesungen wird (mehr).

Dies ist negatives Multitasking, es gibt aber auch eine positive Form: widme dich einer Aufgabe konzentriert und lass im Hintergrund ein Geräusch oder Musik laufen, die du nur unbewusst wahr nimmst. Gemäss Studien kann dies Musik sein mit 60 Grundschlägen pro Minute oder Klassik  (mehr zur Art der Musik weiter unten).

Fazit: Musik beansprucht das Hirn und braucht je nach Art der Musik die Denkleistung, die eigentlich fürs Lernen vorgesehen ist.

Welche Musik du hörst

Musik mit Worten

Das Hirn kann wie bereits erwähnt nicht anders als Worte in Liedern aufzunehmen und zu verarbeiten. Dieses Multitasking teilt die Aufmerksamkeit und reduziert die Denkleistung des Hirns (Studie Perham). Insbesondere bei komplexeren Aufgaben wie beim Lesen oder sonstiger Informationsverarbeitung stört wortreiche Musik – dies gilt somit auch für Popmusik. Diese Art von Musik ist besser geeignet als Belohnung in Lernpausen (vgl. Lerntipps) (mehr). Wer beim Lernen Musik ohne Texte hört, hat eine erhöhte Fähigkeit, Informationen aufzunehmen und zu behalten.

Wortreiche Musik lenkt vom Lernen ab

Wortreiche Musik wie MFG von den Fantastischen Vier beansprucht unbewusst deine Denkleistung.

Rhythmus

Ideal sind 60 Schläge in der Minute, die bei Mozart oder in barocker Musik anzutreffen sind. Gemäss einer Studie der University of Dayton schnitten Teilnehmer einer Studie bei einem Test besser ab, wenn während des Tests Mozart lief.

Mozart hören beim Lernen? Kann passen.

Mozart oder andere klassische Musik ist empfohlen bei Mathe oder Naturwissenschaften.

In Intervallen gespielte melodiöse Musik kann bei repetitiven Aufgaben die Produktivität erhöhen (mehr) – aber da du lernst und nicht am Fliessband arbeitest, ist sie weniger geeignet.

Gefallen

Gemäss einer Studie der University of Wales schnitten Probanden bei einem Test nicht besser ab, wenn sie während des Test Musik hörten, die ihnen gefällt (mehr).

Was du lernst

Wie sich Musikhören beim Lernen auf die spätere Widergabe auswirkt, untersuchten v.a. zwei Studien. Studie Perham kam zum Ergebnis, dass Musik das Lernen beeinträchtigen kann, wenn Informationen sequentiell gespeichert werden müssen. Wenn du zum Beispiel das Periodensystem, Formeln oder das arabische Alphabet auswendig lernen musst, hilft Musik nicht v.a. wenn sie wortreich und schnell ist. Zu einem ähnlichen Schluss kam die Studie Gray: Musik spricht die linke Gehirnhälfte an, ermöglicht logisches Denken und Problemlösen. Empfohlen sind darum beim Lernen von Mathe oder Naturwissenschaften Lieder mit 50 bis 80 Schlägen pro Minute oder Klassik mit 60 bis 70 Schlägen pro Minute. Für kreative Fächer geeignet ist emotionale Musik wie Rock oder Pop, wenn sie zum Thema passt (Diese These steht im Gegensatz zu anderen Studien).

Apropos Mozart und Intelligenz: lange kursierte die Auffassung, dass der IQ hoch klettert, wenn Mozart aus Lautsprechern erklingt (der sogenannte “Mozart Effekt”). Besonders Eifrige spielten Mozart sogar ihren ungeborenen Babies vor. Eine neuere Studie widerlegte diesen Zusammenhang: Mozarts Musik macht nicht schlauer (mehr).

An deine Ausbildung oder Weiterbildung hast du bestimmte Ziele und Erwartungen geknüpft. Wissen aufnehmen und behalten ist eines davon. eggheads hofft, dass dir diese Zusammenstellung hilft, die Frage für dich zu beantworten, ob du beim Lernen Musik hören sollst.

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In einer Weiterbildung liest du viele Bücher

Gute Zusammenfassungen schreiben mit diesen 5 Tipps

Wie eine Weltkarte bieten gute Zusammenfassungen einen Überblick über das grosse Ganze und ermöglichen es, bestimmte Gebiete vertieft zu erforschen. Sie sind ein Schritt zum besseren Verständnis des Stoffes einer Weiterbildung und zugleich eine nützliche Lernhilfe. eggheads.ch gibt dir 5 Tipps für gute Zusammenfassungen.

Die Literaturliste deiner Weiterbildung ist seitenlang, die Sachbücher türmen sich auf dem Schreibtisch neben Stapeln von Fachartikeln und umfangreichen Kursunterlagen. Deine Notizen runden die Informationsflut ab (Tipps für gute Notizen). Gross ist der Wunsch aber auch der Aufwand, das Wissen auf den Punkt zu bringen und Unnötiges weg zu lassen. Lohnt sich aber die Mühe, eine Zusammenfassung zu schreiben? Durchaus, denn gute Zusammenfassungen sind ein Schritt, Wissen anzueignen (vgl. auch Lerntipps für die Abschlussprüfung).

In einer Weiterbildung liest du viele Bücher: fasse sie zusammen

Bücher, Skripte und Notizen stapeln sich in einer Weiterbildung: wie bringst du alles auf den Punkt? Lies unsere Tipps für gute Zusammenfassungen.

1. An Lernzielen der Weiterbildung orientieren

Du hast dich zur Weiterbildung angemeldet, weil du ein klares Ziel hast (vgl. 6 Fragen, die du dir vor der Weiterbildung stellen solltest). Der Kurs widmet sich einem bestimmten Thema deines Fachbereiches, einer spezifischen Fragestellung und verspricht in den Kurszielen, was die Teilnehmer lernen sollen.

An Weiterbildungszielen orientieren

Orientiere dich an deinen Zielen und was die Kursbeschreibung als Lernziel definiert.

2. Thema der Weiterbildung gliedern

Das Thema deiner Weiterbildung ist wiederum zerlegt in Module und Kursblöcke. Diese Struktur kann ein Ansatz sein, den Brocken in verdaubare Portionen zu stückeln. Weitere Ansätze ergeben sich anhand der Sachbücher, Fachartikel und Kursunterlagen. Trage all diese Informationen zusammen und bündle sie thematisch.

3. Vorarbeit anderer nutzen

Die schwierigste Frage: Welche Aspekte heben die verschiedenen Autoren hervor? Randnotizen, Lernfragen oder Kapitelzusammenfassungen sind nützliche Anhaltspunkte. Vergleiche die Perspektiven und schäl anhand der Gliederungen das Wesentliche heraus. So baust du das Gerüst für eine gute Zusammenfassung.

Gerüst für eine gute Zusammenfassung

Das Gerüst für eine gute Zusammenfassung kannst du aus textlichen Anhaltspunkten aus den Literatur und Kursunterlagen konstruieren.

4. Informationen isolieren

Fragen sind ein effektives Mittel – zum Lernen (vgl. 6 Lerntipps) aber auch zum Schreiben von guten Zusammenfassungen. Gemäss Metzger (Lern- und Arbeitsstrategien. Ein Fachbuch für Studierende. 2010) sind die drei wesentlichen Teile einer Information:

  • Thema: Worum geht es? Was sind die Lernziele?
  • Hauptgedanken: Was will der Autor sagen? Welche Schlüsse lassen sich daraus ziehen?
  • unterstützende Einzelheiten: Wie werden die Hauptgedanken veranschaulicht?
  • Nebensächlichkeiten: Was sind weitere Beispiele?

5. Zusammenfassungen austauschen

Berufliche Weiterbildungen sind eine erstklassige Plattform für professionelles Netzwerken und den Erfahrungsaustausch. Von andern lässt sich einiges lernen – gerade auch, wenn ihr Zusammenfassungen austauscht. Häufig teilen Gruppen die verschiedenen Module eines Lehrgangs untereinander auf, so dass nicht jeder alles zusammenfassen muss. Wichtig ist einfach, dass ihr eine ähnliche Arbeitsweise habt, damit allen klar ist, was sie erwartet. Zusammenfassungen anderer können dir eine neue Perspektive auf ein Thema eröffnen, die dir vorher verschlossen war. Auch können neue Fragen auftauchen, die es zu klären lohnt. Je nach Thema findest du Zusammenfassungen auch im Internet z.B. bei Uniboard.ch.

Weiterbildung ist für viele ein Dschungel. Mit eggheads die richtige Weiterbildung finden.

Mit einer guten Zusammenfassung siehst du den Wald trotz vieler Bäume noch..

Wenn alle Kurstage deiner Weiterbildung vorbei sind, Abschlussarbeit und Abschlussprüfung anstehen, tauchst du erneut in den Stoff ein. Mit diesen 5 Tipps möchte dir eggheads.ch helfen, damit du vor lauter Bäumen den Wald noch siehst. Zusammenfassungen sind durchaus aufwändig. Aber Wissen, das du nicht oft benötigst, geht schnell vergessen. Der langfristige Vorteil von Zusammenfassungen: Wenn du sie später hervor holst, kannst du das Gelernte auffrischen.

Deine Weiterbildung neigt sich dem Ende zu? Teil dein Wissen und schreib eine Kursbewertung: Jetzt eggheads beitreten, Kurs suchen und bewerten.

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