Ausbildung und Weiterbildung mit Diplom abschliessen

Die richtige Weiterbildung finden: So geht’s

Du willst weiterkommen im Job? Die Chancen stehen gut, dass du dafür wieder die Schulbank drückst. Wie aber lässt sich die richtige Weiterbildung finden? Einige Tipps von eggheads.ch

  • Traumpartner? Check.
  • Traumhaus? Check.
  • Perfekter Job? Check.
  • Die richtige Weiterbildung? Wie finde ich sie bloss…

Die Suche ist anspruchsvoll. Aber wer sucht, der findet. Lass dir von eggheads.ch zeigen, wie du aus den unzähligen Weiterbildungsmöglichkeiten die richtige findest. Wir empfehlen dir, folgende Fragen für dich durchzugehen.

Am Ende des Beitrags findest du die Checkliste als Infografik und als .pdf zum Herunterladen.

  1. Was hast du gelernt? Was kannst du?

Wenn du eine Weiterbildung suchst, beschäftigst du dich sehr intensiv mit dir selbst. Zu Beginn auf der Suche nach dem geeigneten Kurs, Seminar oder Lehrgang steht darum eine Bestandesaufnahme: Welche Qualifikationen bringst du mit? Welche Stärken und Schwächen hast du?

Bevor du Lehrbücher verschlingst, geh selber über die Bücher.

Von Kollegen und Vorgesetzten erhältst du im Job direktes und indirektes Feedback, das sehr aufschlussreich ist. Wirf auch einen Blick in Arbeitszeugnisse und schärf so den Blick auf deine eigenen Kompetenzen. Wenn du den Status Quo sauber analysierst, fällt der nächste Schritt deutlich einfacher: herauszufinden, was du lernen möchtest – oder solltest.

 

  1. Was möchtest du lernen?

Ohne klare Ziele wird es schwierig, die richtige Weiterbildung zu finden. Möchtest du dich im aktuellen Job verbessern, auf der Karriereleiter eine Stufe höher klettern oder planst du gar einen Neuanfang in einem noch neuen Job?

Wenn du anwendungsbezogenes oder branchenspezifisches Wissen für deine tägliche Arbeit brauchst, kommen für dich andere Weiterbildungsangebote in Frage, als wenn du ein vertieftes und konzeptionelles Verständnis für dein Fachthema erlangen möchtest.

Deine Zielsetzung bestimmt, welcher Kurstyp für dich geeignet ist: es könnte ein Kurs, Seminar oder E-Learning sein oder ein Lehrgang an einer Universität oder Fachhochschule.

 

  1. Wie fällt dir das Lernen am einfachsten?

Hand aufs Herz: wir lernen nicht alle gleich. Darum ist nicht jedes Kursformat für jeden geeignet. Manch einer lernt am besten auf eigene Faust im Selbststudium, andere sind froh, wenn sie verbindliche Strukturen verpflichten. E-Learnings oder Blended Learnings eignen sich besser für den ersten Lerntyp, denn bei diesen Weiterbildungen können die Teilnehmer selber bestimmen, wie schnell sie vorankommen möchten.

Der zweite Lerntyp ist in klassischen Formaten mit Präsenzunterricht besser bedient. Es motiviert sie, wenn auch andere regelmässig zu den Kursen erscheinen und sie so den Austausch pflegen und ein Netzwerk knüpfen können.

 

  1. Wie richtest du die Weiterbildung zeitlich ein?

Keine Zeit. Diese Antwort war in einer Studie des bfs der meist genannte Grund, warum Schweizerinnen und Schweizer keine Weiterbildung besuchen. Wenn du eine Fortbildung ins Auge fasst, muss sie mit deinen bestehenden beruflichen und persönlichen Verpflichtungen unter einen Hut gehen (Tipps, wie das geht).

Etwas Neues lernen braucht Zeit.

Bevor du einen Weiterbildungsvertrag unterschreibst, schau mal deine Agenda an und geh auf Nummer sicher, dass du dir Zeit frei schaufeln kannst für die Teilnahme sowie die Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen. Wenn du eine Hochschulweiterbildung wie ein Certificate of Advanced Studies (CAS) oder Master of Advanced Studies (MAS) besuchst, geben die ECTS-Punkte Auskunft, wie aufwändig das Erreichen des Abschlusses notwendig ist. Bei Kursen oder Seminaren erfährst du mehr in den Kursausschreibungen.

 

  1. Wie finanzierst du die Weiterbildung?

Neben Zeit (Hirnschmalz, Sitzleder und Lerngeduld) braucht eine Weiterbildung auch finanzielle Mittel. Meistens sind die Arbeitgeber interessiert, dass ihr Personal fit ist auf seinen Fachthemen. Darum ist es gut möglich, dass sich deine Firma an den Kurskosten beteiligt oder sogar Arbeitszeit zur Verfügung stellt. Am besten suchst du mit deinem Chef das Gespräch und überzeugst ihn oder sie, was ihr beide davon habt, wenn du wieder die Schulbank drückst.

Wenn du nicht aus eigener Kraft in deine berufliche Zukunft investieren kannst, kommen für dich vielleicht auch alternative Finanzierungsformen in Frage. Das kann ein Bildungskredit sein oder Crowdfunding. Tipps, wie du deine Weiterbildung finanzieren kannst.

Und nicht vergessen: berücksichtige bei den Kosten auch mögliche Lohnausfälle, wenn du dein Arbeitspensum für die Weiterbildung reduzierst.

 

  1. Die richtige Weiterbildung: Kurs, Seminar oder Lehrgang auswählen

Es spielt keine Rolle, ob du eine Berufs- oder Laufbahnberatung besuchst, dich an einer Messe informierst oder das Internet abklapperst: wenn du dir sicher bist, welche Kriterien wichtig sind, verlierst du dich nicht im Weiterbildungsdschungel.

Jetzt zeigen wir dir, worauf du bei konkreten Weiterbildungsmöglichkeiten achten musst:

  • Kursausschreibung: steht alles zu Zielen, den Kursinhalten und den gestellten Anforderungen drin? Gehen die Gebühren klar? Sind die Informationen aktuell?
  • Dozenten: bei der beruflichen Weiterbildung ist es das A und O, dass die Dozenten wissen, wovon sie reden. Prüfe, ob die Dozenten ausgewiesene Erfahrung in ihrem Metier mitbringen und auch fähig sind, diese zu vermitteln.
  • Methodik: guter Lernstoff ist das eine, das andere: wie er vermittelt wird. Weiterbildungen finden im klassischen Frontalunterricht statt oder auch als videobasierte Online-Kurse. Wähle die Methodik, die dir liegt.
  • Abschluss: winkt dir ein Diplom oder ein Zertifikat nach der Weiterbildung? Am meisten hast du davon, wenn es auf dem Arbeitsmarkt anerkannt ist. Mach dich in deiner Branche oder bei Branchenverbänden schlau.
  • Preis: Mit welchen Ausgaben musst du unter dem Strich rechnen? Zähle neben den Kurskosten auch allfällige Gebühren für die Anmeldung oder Prüfung dazu. Ebenfalls brauchst du Lehrmaterialien wie z.B. Bücher oder Skripte. Last but not least: nimmst du Lohnausfälle in Kauf, um die Weiterbildung zu absolvieren?
  • Qualität: Ein Anhaltspunkt, wie gut ein Anbieter ist, kann ein Label sein. Meistens triffst du das Eduqua- oder EFQM-Label an. Wie zufrieden Absolventen mit den Kursen, Seminaren oder Lehrgängen waren, die sie besucht haben, findest du bei eggheads Bewertungen von Weiterbildungen.

Heute lernen wir ein Leben lang. Umso wichtiger ist es, dass dich deine Weiterbildung weiter bringt.

Denk aber auch dran: je mehr du in deine Fortbildung rein steckst, umso mehr ziehst du für dich raus. Also mach mit, wenn du dabei bist.

Jetzt die richtige Weiterbildung finden.

Lade hier die Checkliste Weiterbildung als Infografik herunter.

Checkliste Weiterbildung herunterladen

Mit der Checkliste von eggheads.ch findest du die richtige Weiterbildung.

Wenn du lieber ein pdf magst: Checkliste-Weiterbildung-eggheads.ch jetzt downloaden.

Weiterbildung finanzieren: Tipps und Tricks

Eine Weiterbildung kann dir viel bringen – verlangt dir aber auch viel ab. Disziplin, Zeit, Grips und Schweiss. Nicht zuletzt: Geld. eggheads.ch zeigt dir Wege auf, wie du Kurs, Seminar oder Lehrgang finanzieren kannst.

Benjamin Franklin frei übersetzt: Weiterbildung lohnt sich

Weiterbilden lohnt sich

Dein Entschluss, eine Weiterbildung zu besuchen, ist felsenfest. Nun stellt sich die Frage, wie du das Geld dafür zusammen bekommst. Vielleicht ging dir der gleiche Gedanke durch den Kopf, wie diesem Zeitgenossen auf Twitter.

Ein Certificate of Advanced Studies (CAS) kostet durchschnittlich rund CHF 7500, ein Diploma of Advanced Studies (DAS) rund 15’000, für einen Master of Advanced Studies (MAS) werden durchschnittlich rund CHF 25’000 fällig und für einen Master of Business Administration (MBA) oder einen Executive Master of Busines Administration (EMBA) rund CHF 33’000. Wobei die prestigeträchtigsten das Zwei- oder Dreifache davon kosten können.

Mit anderen Worten:

  • CAS: rund so viel wie ein Schweizer durchschnittlich im Monat verdient.
  • DAS: so viel wie ein Gebrauchtwagen kostet.
  • MAS: so viel wie ein Mittelklassewagen
  • EMBA/MBA: ein Luxusauto

Diese Kosten werden für die Kursgebühren fällig, dazu kommen möglicherweise Gebühren für die Zulassung oder Prüfungen. Nicht zu vergessen sind Ausgaben für Lehrmittel, Verpflegung, allfällige Übernachtungen oder Studienreisen. Substanziell auswirken können sich allfällige Lohneinbussen, wenn du das Arbeitspensum reduzierst.

Entsprechend den substanziellen Kursgebühren für eine Weiterbildung und dem hohen Stellenwert, den Schweizerinnen und Schweizer der Arbeit beimessen, beläuft sich der Gesamtumsatz mit Kursen, Seminaren, Lehrgängen und anderen Programmen auf jährlich 5,3 Mrd. Schweizer Franken (Quelle).

Umsatz Weiterbildung Schweiz

Der Umsatz mit Weiterbildung in der Schweiz beträgt rund 5,3 Mrd. Schweizer Franken.

 

Zum Vergleich: Die Hotellerie der Schweiz, die der eigene Branchenverband als Rückgrat des Tourismus bezeichnet, erwirtschaftet einen jährlichen Umsatz von über 10 Milliarden Franken (Quelle).

Die Hotellerie setzt gut doppelt so viel im in der Schweiz wie die Weiterbildung

Die Hotellerie in der Schweiz (im Bild das Grandhotel Griessbach) setzt gut zwei Mal so viel um wie die Weiterbildung: gut CHF 10 Mrd. jährlich.

eggheads.ch zeigt dir nun Wege auf, wie du deine nächste Weiterbildung finanzieren kannst.

 

1. Selbstzahler

In weiser Voraussicht hast du Geld zur Seite gelegt, auf das du zugreifen und für deine Weiterbildung einsetzen kannst. Wenn sich dir diese Möglichkeit bietet, bist du weniger abhängig von anderen wie z.B. Arbeitgebern oder Stipendien. Tipp: vergiss nicht, die Weiterbildungskosten bei der Steuererklärung anzugeben, so musst du dem Steueramt weniger abliefern. Erfahre in unserem Blogpost, was in deinem Kanton gilt.

 

2. Arbeitgeber

Eine berufliche Weiterbildung bringt Angestellte und Arbeitgeber weiter: darum sind Unternehmen in der Regel interessiert, sich an der Weiterbildung ihres Personals zu beteiligen. Gut zwei von drei Erwerbstätigen gaben bei der letzten Umfrage des bfs 2011 an, dass sie ihr Arbeitgeber bei einer Weiterbildungsaktivität unterstützt hat. Am häufigsten beteiligen sich Arbeitgeber an nicht-formalen Weiterbildungen, d.h. Aktivitäten, die zu keinem Diplom führen wie Kurse, Seminare, oder Workshops (Quelle).

Je mehr neu erworbenes Wissen und neue Fähigkeiten deinem Brötchengeber bringen, umso grösser dürfte die Beteiligung deines Arbeitgebers ausfallen. Zusammen mit deinem Chef solltest du die Ziele der Weiterbildung vereinbaren und schriftlich festhalten:

  • welchen Betrag an den Kursgebühren er übernimmt
  • ob die Unterrichtszeit als Arbeits- oder Freizeit anzurechnen ist und
  • wie lange du dich für das Unternehmen verpflichtest. Als Faustregel lässt sich sagen, dass der Nutzen aus neu erworbenen Skills nach zwei bis drei Jahren nachlässt.

 

3. Stipendien vom Kanton

Unterstützung für die Ausbildung und Weiterbildung kommt von der öffentlichen Hand. Indirekt unterstützt der Staat, indem er Angebote subventioniert und indem er die Weiterbildungskosten bei der Steuererklärung als Abzug gelten lässt. In der Schweiz sind die Kantone zuständig für die Vergabe von Stipendien, entsprechend unterscheiden sich beispielsweise Anforderungen und die effektiv ausgesprochenen Beteiligungen. Die Stipendieninitiative, die Stipendien national harmonisieren wollte, haben Schweizer Stimmbürger am 4. Juni 2015 abgelehnt. In der Regel stehen Beiträge für die Ausbildung im Vordergrund. Am besten klärst du in deinem Wohnkanton ab, ob du Chancen auf öffentliche Stipendien hast, um deine Weiterbildung zu finanzieren.

Hier findest du eine Übersicht der kantonalen Stipendienstellen

 

4. Stipendien von Stiftungen

In der Schweiz existieren rund 13,000 Stiftungen, die über ein Vermögen von rund CHF 70 Milliarden verfügen (Quelle). Einige haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Aus- und Weiterbildung zu fördern. Entscheidend ist jeweils der Stiftungszweck und ob du die nötigen Anforderungen erfüllst. Im Stiftungsverzeichnis des Bundes findest du eingetragene Stiftungen. Tipp: beantrage nur dort ein Stipendium, wo du alle Bedingungen erfüllst. So hast du die grössten Chancen, deine Weiterbildunng zu finanzieren.

 

5. Weiterbildungskredit von Banken

Banken und andere Akteuere des Kapitalmarktes haben Angebote entwickelt, die sich gezielt an Weiterbildungswillige richten. Wie bei einem üblichen Kredit gehst du mit dem Geldgeber einen Vertrag ein: er prüft deine Kreditwürdigkeit (Bonität), vereinbart mit dir Zinssatz und Laufzeit. Da wir keine Kreditexperten sind, empfehlen wir dir, das Kleingedruckte genau zu lesen.

Eine Auswahl von Anbietern:

Credit-Now Cashgate Bob Money
Laufzeit6 bis 48 Monate12 bis 60 Monate 6 bis 120 Monate
Zinssatz 6,9% 7,4% 8,9%
Kreditlimit (in CHF) 2’000 bis 40’000 ab 5’000 1’000 bis 80’000

 

6. Weiterbildungskredit von der Crowd

Geld gibt’s heute nicht mehr nur von Banken: als Alternative etabliert sich “die Crowd” – also potenziell jedermann. Wenn Einzelne ihr Geld gegen einen Zins für eine bestimmte Laufzeit zur Verfügung stellen, spricht man von Crowdlending. Wie die Crowdfunding-Studie 2015 der HSLU zeigte, verzeichnete dieser Bereich das grösste Wachstum: er stieg von 1,8 Millionen CHF im Jahr 2013 auf 3,5 Millionen CHF ein Jahr später (+95%). Für dieses Volumen waren 214 Kampagnen verantwortlich. Trotz stolzen Wachstumsraten steckt Crowdlending im Vergleich zu den knapp CHF 3,9 Milliarden im Konsumkreditmarkt aber noch in einem frühen Stadium (Quelle).

Uns von eggheads.ch gefällt die Idee, dass sich eine Community gegenseitig unterstützt, um eine Weiterbildung zu finanzieren. Wir teilen den gleichen Spirit. Darum sind wir eine Zusammenarbeit mit dem Fintech-Startup Splendit eingegangen. Splendit ist spezialisiert auf Crowdlending für die Ausbildung und Weiterbildung (mehr über unsere Kooperation).

 

Hast du die Finanzierung geregelt? Tipps und Tricks, wie du mehr aus deiner Investition machst, erfährst du in diesem Blogpost.

Bleib neugierig.

 

Photo Credits: thanks to pixabay, Wikimedia

Ausbildung und Weiterbildung mit Karriere vereinbaren: Tipps von Giulia Steingruber

So bringst du Karriere und Weiterbildung unter einen Hut

Wie schaffen es Profisportlerinnen, Spitzenleistungen zu erzielen und gleichzeitig ihre Studien voranzubringen? eggheads.ch hat für dich Giulia Steingruber und Rahel Aschwanden interviewt. Lass dich von ihren Tipps motivieren.

Viele Schweizerinnen und Schweizer sehen von einer Weiterbildung ab, weil ihnen nach eigenen Angaben die Zeit fehlt. Zeitmangel ist vor familiärer Belastung und zu hohen Kosten das häufigste Hindernis, sich weiterzubilden (Quelle: bfs).

Unbestritten ist: Wer berufsbegleitend einen Lehrgang, Kurs oder ein Seminar besucht und erfolgreich abschliessen will, nimmt zusätzliche Belastungen auf sich. Daher stellt sich die Frage, wie sich alle Verpflichtungen unter einen Hut bringen lassen (vgl. dazu auch unseren früheren Blogpost “6 Fragen, die du dir vor einer Weiterbildung stellen solltest

Aber wie genau lassen sich Karriere und berufsbegleitendes Lernen vereinbaren? eggheads.ch hat für dich Giulia Steingruber und Rahel Aschwanden interviewt.

Giulia Steingruber

Ausbildung und Weiterbildung mit Karriere vereinbaren: Tipps von Giulia Steingruber

Giulia Steingruber gibt Tipps, wie sich Karriere mit Aus- und Weiterbildung vereinbaren lässt. (Foto: zvg)

Die zweifache Europameisterin im Kunstturnen und Schweizerin des Jahres 2013 trainiert 28 Stunden in der Woche und will bei den olympischen Spielen in Rio de Janeiro im Sommer 2016 eine Medaille gewinnen. Wo bleibt da die Zeit für ein Fernstudium? Zurück von der Kunstturn-WM in Glasgow hat Giulia Steingruber eggheads.ch ihre drei Tipps mitgeteilt:

  1. Plane den täglich zu lernenden Stoff genau und halte dich akribisch daran
.
  2. Richte störfreie Zonen ein und lerne fokussiert
.
  3. Sei dir bewusst, dass sich die ganze Lernerei auszahlt
.

Rahel Aschwanden

Rahel Aschwandens Tipps für Karriere und Studium

Rahel Aschwanden: Reist fürs Tischtennis um die Welt und bringt noch ein Studium unter. Erfahr von ihr, wie auch du es schaffst. (Foto: rahelaschwanden.com)

Tischtennis ist wie Schachspielen während eines 100-Meter-Laufes!

Im Tischtennis ist Rahel Aschwanden die Nummer eins in der Schweiz. Sie wohnt und trainiert bei Wien, spielt in der zweithöchsten Liga in Frankreich bei Schiltigheim im Elsass sowie in der Schweiz in der NLB und NLA bei den Herren in Wil. Zudem tritt sie bei Universiaden, Europa- und Weltmeisterschaften in vielen verschiedenen Ländern weltweit an. Wie richtet sie sich ihr Fernstudium in Psychologie ein neben Training, Turnieren und den vielen Reisen?

  1. Ein Fernstudium verlangt Selbstdisziplin. Man muss sich selbstständig aufraffen und sich an die Bücher setzen.
  2. Da es keine fixen Unterrichtszeiten gibt und man sehr flexibel ist, ist das Planen ein wichtiger Aspekt. Wenn man so viel wie ich unterwegs ist, muss klar sein, wann und wo erledige ich was.
  3. Doch das Allerwichtigste ist, dass man Interesse und Spass an dem Unistoff hat und den Willen sich weiterbilden zu wollen. Dann kann’s fast nicht schief gehen!:)

Mit diesen Tipps bringst auch du eine Aus- oder Weiterbildung, Berufliches und Privates aneinander vorbei. Finde jetzt den richtigen Lehrgang oder Kurs bei eggheads.ch.

Qualität und Labels in der Weiterbildung

Qualität in der Weiterbildung: Was Labels aussagen

Labels sind eine gute Sache. Auch in der Weiterbildung sind sie weit verbreitet. Aber was sagen sie über die Qualität einer Weiterbildung aus? Wir zeigen die häufigsten, wer dahinter steht und was sie für dich bedeuten. Fazit: was ein Lehrgang wirklich bietet erfährst du nur bei eggheads.

Qualität und Labels in der Weiterbildung

Zertifikate, Siegel, Label, und Bewertungen, denen du auf der Suche nach der richtigen Weiterbildung begegnest. Erfahr im Blog, was dahinter steht.

Viel wurde über die Lage der Weiterbildung in der Schweiz gesagt und geschrieben (vgl. auch unseren Blogpost „wie Experten die Weiterbildung sehen”). Ebenso umstritten wie das stark gewachsene und unübersichtlich gewordene Kursangebot ist die Qualität einer Weiterbildung. Oder wie der ehemalige Präsident des Verbandes Weiterbildung Schweiz sagte:

Im einen Fall [haben wir] einen sehr guten Abschluss. Im andern Schrott. Die Transparenz über die Titelqualität fehlt.

Rudolf Strahm, ehem. Präsident Verband Weiterbildung Schweiz (Quelle: 10vor10)

Wie sich die Qualität des Bildungsangebotes ermitteln lässt ist keine einfache Sache – es ist sogar ein eigener Forschungszweig aus dieser Fragestellung entstanden. So weit wollen wir hier nicht gehen.

Bei deiner Recherche hast du viele Weiterbildungsmöglichkeiten entdeckt und dir ist bestimmt das eine oder andere Etikett aufgefallen, das auf Websites oder in Broschüren die Ausschreibung schmückt.

Wir zeigen dir, welche Labels und Bewertungen dir begegnen und was sie zu bedeuten haben. Die Übersicht:

1. Kursbewertungen von Absolventen bei eggheads

Kursbewertung bei eggheads

Welche Weiterbildung ist das Gelbe vom Ei? Bewertungen von schlauen Köpfen sagen es.

  • Seit: 2014
  • Wer dahinter steht: das Startup eggheads: Weiterbildung bewertet von schlauen Köpfen ermöglicht als unabhängige Plattform den Dialog zwischen Interessenten, Absolventen und Kursleitern. Bewertungen bringen alle weiter.
  • Wer bewertet: Absolventen
  • Bewertet wird: einzelne Kurse und Lehrgänge
  • Was das Label aussagt: Eine unabhängige Bewertung geniesst online grosses Vertrauen. Wenn auch eine einzelne Bewertung subjektiv ist, so vermitteln sie in der Summe ein klares Bild, was eine Weiterbildung wirklich bietet.
  • Anbieter: diverse, bewertete Kurse z.B.

2. Eduqua

Das eduqua Label

Breit abgestützt und weit verbreitet: rund 1000 Schulen tragen das eduQua-Zertifikat.

  • Seit: 2000
  • Wer dahinter steht: Initianten waren das Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO), das Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT), die Deutschschweizerische Berufsbildungsämter-Konferenz (DBK) und der Schweizerische Verband für Weiterbildung (SVEB). Die Geschäftsführung liegt beim SVEB.
  • Wer bewertet: Auditoren von akkreditierten Zertifizierungsgesellschaften führen bei interessierten Anbietern vor Ort ein Audit durch.
  • Bewertet wird: Das eduQua-Zertifikat bezieht sich auf den Aufbau von und auf Abläufe bei Anbietern. Einzelne Bildungsangebote oder Personen werden nicht beurteilt. Generell bekennen sich Anbieter mit einer Zertifizierung, dass sie die Qualität ihrer Angebote auf hohem Niveau halten, diese evaluieren und weiterentwickeln wollen. Gemäss eduQua werden Anbieter in diesen sechs Punkten durchleuchtet:

1. Bildungsangebote
Bildungsangebote, die den Bildungsbedarf und die Bildungsbedürfnisse der Kundinnen und Kunden befriedigen.

2. Information
Transparente Darstellung der Bildungsangebote, der Bildungsinstitution und deren Leitideen.

3. Ausbildung
Ausbildung, die Lernen ermöglicht, fordert, fördert und Lernerfolge vermittelt.

4. Ausbildende
Ausbildende mit einer hohen fachlichen und methodischdidaktischen Kompetenz.

5. Qualitätsmanagements-System
Vereinbarungen und Versprechen werden überprüft und eingehalten. Es finden kontinuierlich Qualitätsentwicklungen statt.

6. Führung
Führung, die kundenorientierte, ökonomische, effiziente und
effektive Leistungen sicherstellt.

Obwohl eduQua politisch und in der Branche breit abgestützt ist und grundsätzlich allen Anbietern im Bereich der Erwachsenenbildung offen steht, setzen Hochschulen auf andere Massstäbe. Das führt durchaus zu Kontroversen wie SVEB-Direktor André Schläfli gegenüber der NZZ sagte:

[Hochschulen wollen] sich lieber selber organisieren und letzlich auch selber überprüfen.

Quelle: NZZ

Verbreitet bei Universitäten und Fachhochschulen ist das dritte Label

3. EFQM

EFQM

Das Label bewertet Organisationen hinsichtlich „Business Excellence“.

  • Seit: 1988
  • Wer dahinter steht: die European Foundation for Quality Management (EFQM) hat 1988 das EFQM-Modell für das Qualitätsmanagement entwickelt. Mehr bei Wikipedia
  • Wer bewertet: externe Auditoren, damit das Label verliehen werden kann. Häufig ist das EFQM-Modell auch Basis für interne Qualitätssicherung (z.B. BFH).
  • Bewertet wird: die Organisation als Ganzes hinsichtlich “Business Excellence”. Es werden bis zu fünf Sterne vergeben.
  • Was das Label aussagt: das EFQM-Modell ist vielschichtig. Die einzelnen Weiterbildungen fliessen aber nur zu gut 10 Prozent in die Sternevergabe ein. Quelle
  • Anbieter: 4 Sterne tragen z.B. die HWZ oder die HSLU

4. ISO 29990

ISO - die Mutter aller Normen

ISO – die Mutter aller Normen. Diese Abkürzung begegnet uns in so manchem Lebensbereich und immer wieder mit anderen Zahlen. Im Bildungsbereich hat sich die ISO-Norm 29990 durchgesetzt.

  • Seit: 1947
  • Wer dahinter steht: die Internationale Organisation für Normierung ISO
  • Wer bewertet: von der Schweizerischen Akkreditierungsstelle SAS zugelassene Stellen.
  • Bewertet wird: die Organisation.
  • Was das Label aussagt: Die ISO-Norm 29990 richtet sich hauptsächlich an Bildungsinstitutionen, welche Aus-und Weiterbildungen ausserhalb der formalen Grund-, Sekundarstufe sowie Diplomstudiengänge anbieten. ISO 29990 bietet die Grundlage für ein bildungsspezifisches Managementsystem und die kontinuierliche Verbesserung des Führungssystems, der Prozesse und der Dienstleistungen. (Quelle: SQS)

5. FIBAA

Das FIBAA-Label

Ein Siegel mit Seltenheitswert ist jenes der FIBAA, was an der sehr spezifischen Ausrichtung liegt.

Zur Liste der FIBAA.

Auf der Suche nach der richtigen Weiterbildung kann ein Label ein Argument sein, das für eine bestimmte Academy oder einen bestimmten Kurs spricht. Mehr erfährst du in Gesprächen – sei es im persönlichen Umfeld oder in der eggheads Community. So wird die Community zum Laufbahnberater. Und weil wir ein Leben lang lernen, bist du nach deiner Weiterbildung wiederum in der Lage, mit deiner Kursbewertung andere weiter zu bringen.

Trete jetzt bei und finde deine nächste Weiterbildung

Lernen mit Musik im Ohr: eine gute Idee?

Platz nehmen, Buch aufschlagen und Kopfhörer auf: ist es eine gute Idee, beim Lernen Musik zu hören? eggheads hat das Web nach Antworten durchforstet, damit du Wissen speichern und deine Aus- oder Weiterbildung mit einer erfolgreichen Prüfung krönen kannst.

Köpfhörer auf beim Lernen für die Ausbildung oder Weiterbildung? eggheads klärt auf.

Kopfhörer sind treue Begleiter: sollst du sie beim Lernen anbehalten und Musik laufen lassen? eggheads fasst zusammen.

Musik wirkt – so weit sind sich mehrere Quellen und Studien einig. Wer Musik hört, kann:

  • entspannter sein wie beim Yoga oder Meditieren (mehr)
  • aufgeweckter sein wie beim Sport
  • erleben, wie sich die Stimmung verändert
  • glücklicher sein, da Musik das Glückshormon Dopamin ausschütten und so positive Gefühle auslösen kann.
  • die Aufmerksamkeit lenken.

Was bedeuten diese Auswirkungen von Musik auf Körper und Geist, wenn du den Stoff deiner Ausbildung oder Weiterbildung in den Kopf bekommen willst? Zu einer eindeutigen Antwort führen alle gefundenen Studien und Artikel nicht. Ausser: es kommt drauf an – und zwar darauf:

Musik beim Lernen einschalten bzw. ausschalten

Musik ein- oder ausschalten beim Lernen? Eindeutiges Ergebnis aus einmal Internet querlesen: es kommt drauf an.

Wann du Musik hörst

Vor dem Lernen

Musik berührt und bewegt uns: Sie kann die Motivation, Stimmung oder Aufmerksamkeit beeinflussen und so günstige Voraussetzungen fürs Lernen schaffen. Eine gute Stimmung hat einen positiven Einfluss auf kognitive Leistungen (mehr). Musik kann Dopamin auslösen, das bei angenehmen Aktivitäten wie Essen oder Sex ausgeschüttet wird und im Volksmund als Glückshormon bekannt ist (mehr). Die ausgelösten positiven Gefühle können gemäss Studien das Erinnerungsvermögen stärken. Hinweis darauf ist, dass der Hypokampus für Emotionen zuständig ist und für die Überführung von Informationen aus dem Kurz- ins Langzeitgedächtnis, also die Entstehung von Erinnerungen (mehr)
Eine gesteigerte Motivation kann ebenfalls das Resultat von beschwingten Tönen sein, was besonders geeignet ist, wenn du anschliessend kognitive oder kreative Aufgaben angehts (mehr).

Fazit: vor dem Lernen Musik hören, kann dir helfen, in die richtige Stimmung oder auf das nötige Energie- oder Konzentrationslevel zu kommen.

Musik beim Lernen für die Ausbildung oder Weiterbildung

Musik beim Lernen: C’est le ton qui fait la musique

Während des Lernens

Musik zieht Aufmerksamkeit auf sich und beschäftigt das Hirn, insbesondere wenn sie wortreich gesungen (gerappt etc.) oder schnell ist. Musik ist somit eine kognitive Last für das Hirn, denn es verarbeitet die Worte unbewusst. Für das Lernen heisst dies: nur ein Teil der Kapazität deines Hirns steht für den Stoff zur Verfügung, da der andere Teil den Gesang verarbeitet. Dieses Multitasking bedeutet Stress für das Hirn und beeinträchtigt die Konzentrationsfähigkeit und die Fähigkeit, Informationen lange abzuspeichern. Inhalte gelangen erst ins Kurzzeitgedächtnis und über Repetition ins Langzeitgedächtnis. Musik kann diese Repetition unterbrechen, v.a. wenn Text gesungen wird (mehr).

Dies ist negatives Multitasking, es gibt aber auch eine positive Form: widme dich einer Aufgabe konzentriert und lass im Hintergrund ein Geräusch oder Musik laufen, die du nur unbewusst wahr nimmst. Gemäss Studien kann dies Musik sein mit 60 Grundschlägen pro Minute oder Klassik  (mehr zur Art der Musik weiter unten).

Fazit: Musik beansprucht das Hirn und braucht je nach Art der Musik die Denkleistung, die eigentlich fürs Lernen vorgesehen ist.

Welche Musik du hörst

Musik mit Worten

Das Hirn kann wie bereits erwähnt nicht anders als Worte in Liedern aufzunehmen und zu verarbeiten. Dieses Multitasking teilt die Aufmerksamkeit und reduziert die Denkleistung des Hirns (Studie Perham). Insbesondere bei komplexeren Aufgaben wie beim Lesen oder sonstiger Informationsverarbeitung stört wortreiche Musik – dies gilt somit auch für Popmusik. Diese Art von Musik ist besser geeignet als Belohnung in Lernpausen (vgl. Lerntipps) (mehr). Wer beim Lernen Musik ohne Texte hört, hat eine erhöhte Fähigkeit, Informationen aufzunehmen und zu behalten.

Wortreiche Musik lenkt vom Lernen ab

Wortreiche Musik wie MFG von den Fantastischen Vier beansprucht unbewusst deine Denkleistung.

Rhythmus

Ideal sind 60 Schläge in der Minute, die bei Mozart oder in barocker Musik anzutreffen sind. Gemäss einer Studie der University of Dayton schnitten Teilnehmer einer Studie bei einem Test besser ab, wenn während des Tests Mozart lief.

Mozart hören beim Lernen? Kann passen.

Mozart oder andere klassische Musik ist empfohlen bei Mathe oder Naturwissenschaften.

In Intervallen gespielte melodiöse Musik kann bei repetitiven Aufgaben die Produktivität erhöhen (mehr) – aber da du lernst und nicht am Fliessband arbeitest, ist sie weniger geeignet.

Gefallen

Gemäss einer Studie der University of Wales schnitten Probanden bei einem Test nicht besser ab, wenn sie während des Test Musik hörten, die ihnen gefällt (mehr).

Was du lernst

Wie sich Musikhören beim Lernen auf die spätere Widergabe auswirkt, untersuchten v.a. zwei Studien. Studie Perham kam zum Ergebnis, dass Musik das Lernen beeinträchtigen kann, wenn Informationen sequentiell gespeichert werden müssen. Wenn du zum Beispiel das Periodensystem, Formeln oder das arabische Alphabet auswendig lernen musst, hilft Musik nicht v.a. wenn sie wortreich und schnell ist. Zu einem ähnlichen Schluss kam die Studie Gray: Musik spricht die linke Gehirnhälfte an, ermöglicht logisches Denken und Problemlösen. Empfohlen sind darum beim Lernen von Mathe oder Naturwissenschaften Lieder mit 50 bis 80 Schlägen pro Minute oder Klassik mit 60 bis 70 Schlägen pro Minute. Für kreative Fächer geeignet ist emotionale Musik wie Rock oder Pop, wenn sie zum Thema passt (Diese These steht im Gegensatz zu anderen Studien).

Apropos Mozart und Intelligenz: lange kursierte die Auffassung, dass der IQ hoch klettert, wenn Mozart aus Lautsprechern erklingt (der sogenannte “Mozart Effekt”). Besonders Eifrige spielten Mozart sogar ihren ungeborenen Babies vor. Eine neuere Studie widerlegte diesen Zusammenhang: Mozarts Musik macht nicht schlauer (mehr).

An deine Ausbildung oder Weiterbildung hast du bestimmte Ziele und Erwartungen geknüpft. Wissen aufnehmen und behalten ist eines davon. eggheads hofft, dass dir diese Zusammenstellung hilft, die Frage für dich zu beantworten, ob du beim Lernen Musik hören sollst.

Finde jetzt bei eggheads deine nächste Weiterbildung, lies Kursbewertungen und diskutiere mit Kursleitern.

Photo Credits: Wikimedia, Pixabay, Splitshire

In einer Weiterbildung liest du viele Bücher

Gute Zusammenfassungen schreiben mit diesen 5 Tipps

Wie eine Weltkarte bieten gute Zusammenfassungen einen Überblick über das grosse Ganze und ermöglichen es, bestimmte Gebiete vertieft zu erforschen. Sie sind ein Schritt zum besseren Verständnis des Stoffes einer Weiterbildung und zugleich eine nützliche Lernhilfe. eggheads.ch gibt dir 5 Tipps für gute Zusammenfassungen.

Die Literaturliste deiner Weiterbildung ist seitenlang, die Sachbücher türmen sich auf dem Schreibtisch neben Stapeln von Fachartikeln und umfangreichen Kursunterlagen. Deine Notizen runden die Informationsflut ab (Tipps für gute Notizen). Gross ist der Wunsch aber auch der Aufwand, das Wissen auf den Punkt zu bringen und Unnötiges weg zu lassen. Lohnt sich aber die Mühe, eine Zusammenfassung zu schreiben? Durchaus, denn gute Zusammenfassungen sind ein Schritt, Wissen anzueignen (vgl. auch Lerntipps für die Abschlussprüfung).

In einer Weiterbildung liest du viele Bücher: fasse sie zusammen

Bücher, Skripte und Notizen stapeln sich in einer Weiterbildung: wie bringst du alles auf den Punkt? Lies unsere Tipps für gute Zusammenfassungen.

1. An Lernzielen der Weiterbildung orientieren

Du hast dich zur Weiterbildung angemeldet, weil du ein klares Ziel hast (vgl. 6 Fragen, die du dir vor der Weiterbildung stellen solltest). Der Kurs widmet sich einem bestimmten Thema deines Fachbereiches, einer spezifischen Fragestellung und verspricht in den Kurszielen, was die Teilnehmer lernen sollen.

An Weiterbildungszielen orientieren

Orientiere dich an deinen Zielen und was die Kursbeschreibung als Lernziel definiert.

2. Thema der Weiterbildung gliedern

Das Thema deiner Weiterbildung ist wiederum zerlegt in Module und Kursblöcke. Diese Struktur kann ein Ansatz sein, den Brocken in verdaubare Portionen zu stückeln. Weitere Ansätze ergeben sich anhand der Sachbücher, Fachartikel und Kursunterlagen. Trage all diese Informationen zusammen und bündle sie thematisch.

3. Vorarbeit anderer nutzen

Die schwierigste Frage: Welche Aspekte heben die verschiedenen Autoren hervor? Randnotizen, Lernfragen oder Kapitelzusammenfassungen sind nützliche Anhaltspunkte. Vergleiche die Perspektiven und schäl anhand der Gliederungen das Wesentliche heraus. So baust du das Gerüst für eine gute Zusammenfassung.

Gerüst für eine gute Zusammenfassung

Das Gerüst für eine gute Zusammenfassung kannst du aus textlichen Anhaltspunkten aus den Literatur und Kursunterlagen konstruieren.

4. Informationen isolieren

Fragen sind ein effektives Mittel – zum Lernen (vgl. 6 Lerntipps) aber auch zum Schreiben von guten Zusammenfassungen. Gemäss Metzger (Lern- und Arbeitsstrategien. Ein Fachbuch für Studierende. 2010) sind die drei wesentlichen Teile einer Information:

  • Thema: Worum geht es? Was sind die Lernziele?
  • Hauptgedanken: Was will der Autor sagen? Welche Schlüsse lassen sich daraus ziehen?
  • unterstützende Einzelheiten: Wie werden die Hauptgedanken veranschaulicht?
  • Nebensächlichkeiten: Was sind weitere Beispiele?

5. Zusammenfassungen austauschen

Berufliche Weiterbildungen sind eine erstklassige Plattform für professionelles Netzwerken und den Erfahrungsaustausch. Von andern lässt sich einiges lernen – gerade auch, wenn ihr Zusammenfassungen austauscht. Häufig teilen Gruppen die verschiedenen Module eines Lehrgangs untereinander auf, so dass nicht jeder alles zusammenfassen muss. Wichtig ist einfach, dass ihr eine ähnliche Arbeitsweise habt, damit allen klar ist, was sie erwartet. Zusammenfassungen anderer können dir eine neue Perspektive auf ein Thema eröffnen, die dir vorher verschlossen war. Auch können neue Fragen auftauchen, die es zu klären lohnt. Je nach Thema findest du Zusammenfassungen auch im Internet z.B. bei Uniboard.ch.

Weiterbildung ist für viele ein Dschungel. Mit eggheads die richtige Weiterbildung finden.

Mit einer guten Zusammenfassung siehst du den Wald trotz vieler Bäume noch..

Wenn alle Kurstage deiner Weiterbildung vorbei sind, Abschlussarbeit und Abschlussprüfung anstehen, tauchst du erneut in den Stoff ein. Mit diesen 5 Tipps möchte dir eggheads.ch helfen, damit du vor lauter Bäumen den Wald noch siehst. Zusammenfassungen sind durchaus aufwändig. Aber Wissen, das du nicht oft benötigst, geht schnell vergessen. Der langfristige Vorteil von Zusammenfassungen: Wenn du sie später hervor holst, kannst du das Gelernte auffrischen.

Deine Weiterbildung neigt sich dem Ende zu? Teil dein Wissen und schreib eine Kursbewertung: Jetzt eggheads beitreten, Kurs suchen und bewerten.

Photo Credits: thanks to pixabay and unsplash.

Sigmund Freud

6 Lerntipps für die Abschlussprüfung

Zum Abschluss einer Weiterbildung erwartet dich meist eine mündliche oder schriftliche Prüfung. Viel hast du während des Kurses gesehen und gehört, notiert und überlegt. eggheads.ch bringt einige Lerntipps von Mary Lobdell für dich auf den Punkt, damit du bestens gerüstet zur Abschlussprüfung antreten kannst.

“Study less study smart” klingt zwar etwas nach “Bikinifigur in 14 Tagen” oder “Millionär über Nacht” aber mit Marty Lobdell hat sich ein gestandener Psychologieprofessor ausführlich Gedanken zum Lernen gemacht. Seine Vorlesung dauert über eine Stunde und ist zwar anschaulich gestaltet, aber sie liesse sich auch kürzer halten. Im Sinn von “watch less learn more” hat der eggheads Weiterbildungsblog die wichtigsten Punkte für dich zusammen gefasst, damit nach der Weiterbildung möglichst viel in Erinnerung bleibt.

Das Video in voller Länge:
[youtube https://www.youtube.com/watch?v=IlU-zDU6aQ0]

1. Etappen von 25-30 Minuten bringen dich weiter

Länger büffeln bringt nicht mehr: Unterteil deine Lerntage in Blöcke von 25-30 Minuten, denn nach dieser Zeit schwindet die Fähigkeit, neue Informationen zu speichern. Ist ein Block vorbei, gönn dir in einer Pause von fünf Minuten etwas Lustiges oder Schönes – Belohnungen sind wichtig. Das gilt für die Pausen zwischen den Blöcken als auch am Ende des Tages. Das macht zufrieden und motiviert für den nächsten Tag.

Lerntipp in Intervallen von 25 bis 30 Minuten lernen.

Miss die Zeit: länger als 25-30 Minuten lernen am Stück bringt’s nicht.

2. Schaff eine Lernumgebung

Im Bett, auf dem Sofa oder am Esstisch lernen ist schwierig, da du dich anderes in dieser Umgebung gewohnt bist. Da ein eigenes Zimmer oder Kämmerchen oft nicht vorhanden ist, richte dir eine Ecke ein, die nur für eines da ist: zum Lernen. Der richtige Kontext macht es einfacher, in den Modus zu kommen.

Lernumgebung Bibliothek

Die richtige Lernumgebung muss nicht so aussehen wie dieser historische Bibliothekssaal. Es kann auch eine ausgewählte und bestimmte Ecke in deinem Zuhause sein.

Historischer Bibliothekssaal“ von OLBEigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

3. Lerne aktiv

Bevor du in den Stoff deiner Weiterbildung eintauchst, frage dich: lernst du Fakten oder Konzepte? Fakten gehen mit der Zeit vergessen und müssen nachschlagen werden (aka gegoogelt). Tipps zum Merken von Fakten folgen weiter unten. Konzepte zeigen Zusammenhänge auf und bleiben hängen. Lern Konzepte zuerst, drück sie in eigenen Worten aus und teste dich dazu. So speicherst du das Wissen und kannst es aktiv erinnern. Wenn du bloss die mit Leuchtstift markierten Stellen in den Notizen anschaust, kannst du sie zwar erinnern, wenn du sie wieder siehst – aber an der Prüfung fehlen dir solche Impulse. Darum: lerne aktiv.

Sigmund Freud

Der Unterschied zwischen Fakt und Konzept:
Fakt: Sigmund Freud ist der Vater der Psychoanalyse.
Konzept: Die Psychoanalyse.

4. Mach gute Notizen während der Weiterbildung

In einem früheren Blogpost hat eggheads bereits einmal das Thema Notizen aufgegriffen. Gute Notizen helfen dir beim Verstehen und Erinnern. Setzt dich nach dem Kurs hin, ergänze Notizen und hebe Wichtiges hervor. Wenn du sattelfest bist, wage dich an die Krönung: den Stoff deiner Weiterbildung andern beizubringen. Klappt’s? Dann kann nichts mehr schief gehen.

So machst du gute Notizen in deiner Weiterbildung

Gute Notizen helfen dir, dich nicht zu verzetteln.

5. Hol alles aus den Kursunterlagen

Einfach Lesen genügt nicht. Eine aufwändige aber angesehene Methode für effektives Lesen in sechs Schritten ist die SQ3R-Methode. Dazu gehören:

  • Survey: Gewinn den Überblick. Um was geht es in einem Kapitel überhaupt?
  • Question: Formulier Lernfragen: Welche Fragen sollte das Kapitel klären?
  • Read: Lies den Text. Was ist wichtig? Kennzeichne es.
  • Recite: Denk nach. Wie lässt sich der Inhalt mündlich und schriftlich zusammen fassen?
  • Review: Blick zurück. Wie hängen die Kapitel zusammen? Wie lässt sich das Wissen im Berufsalltag anwenden?

Mehr über die SQ3R-Methode bei Wikipedia

Der 6. und letzte Lerntipp: Bilde Eselsbrücken beim Lernen

Damit Zahlen nicht mehr nackt und Fakten nicht mehr gesichtslos sind, verwende Eselsbrücken. Drei Ansätze:

  • Abkürzungen: drücke Abkürzungen in einem Satz aus, der thematisch passt und den du dir merken kannst.
  • Redewendungen: Passe geflügelte Worte dem Stoff deiner Weiterbildung an.
  • Bildassoziationen: Versuch aus den Inhalten und Begriffen ein Bild abzuleiten, das dir bleibt. Es ist okay, wenn es so ausgefallen ist, dass es nur dir hängen bleibt. Hier ein Beispiel wie sich jemand Sofia als Hauptstadt von Bulgarien merkt (Sofa, Bull, Gary).
Lerntipp Bildassoziationen

Wenn das Bild nicht hängen bleibt: eine Bildassoziation für die Hauptstadt Bulgariens – Sofia. Bull + Gary + Sofa

Mit diesen Tipps hast du etwas in der Hand, das dir zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfung deiner Weiterbildung helfen kann. Sie mögen zum Königsweg werden – oder völlig unpraktisch bleiben. Einen Versuch sind sie hingegen wert. Eine gute Idee ist es jedenfalls, nicht zu spät los zu legen und verschiedene Tipps und Tricks zu probieren.

Viel Erfolg bei deinen Prüfungen wünscht dir eggheads.ch.

Photo Credits. Thanks Miika Silfverberg (for egg-timer), freeparking 😐 for Sigmund Freud, Memory-Improvement-Tipps.com for Bull Gary, Unsplash.