Buchhaltungskurs besuchen und die Unternehmensfinanzen im Griff haben

Ratgeber Buchhaltungskurs: Auf Du und Du mit Soll und Haben

Mit der Buchhaltung hast du die Zahlen in deinem Unternehmen im Griff. Aber welcher Buchhaltungskurs bereitet am besten darauf vor? eggheads.ch hilft dir mit diesem Ratgeber, den Überblick über das üppige Weiterbildungsangebot zu bekommen.

 

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Buchhaltungskurs besuchen und die Unternehmensfinanzen im Griff haben

In einem Buchhaltungskurs lernst du Soll an Haben – und noch mehr.

Wenige Berufsstände rufen bei vielen ein so starkes – meist klischiertes – Bild hervor wie der Buchhalter (und das gilt tatsächlich für die männliche Berufsbezeichnung). Zu nutze macht sich dies auch die Unterhaltungsbranche, man denke an Charaktere wie Chandler in der Serie “Friends” oder Leo Bloom im Film “The Producers” (mehr).

In ihren Unternehmen haben Buchhalterinnen und Buchhalter aber eine wichtige Aufgabe: mit der Buchhaltung haben sie ein wichtiges Instrument der Unternehmensführung in der Hand und ermöglichen es damit, die Finanzen im Griff zu behalten und das Unternehmen zu steuern.

 

Buchhalter: Aufgaben und Anforderungen

In der Schweiz sind gemäss LinkedIn rund 6000 Personen in der Buchhaltung tätig, sei es als Sachbearbeiter Rechnungswesen, Buchhalter mit eidg. Fachausweis oder Leiter Buchhaltung. Oft sind Buchhalter und Buchhalterinnen auch für weitere Aufgaben zuständig wie die Assistenz oder Personaladministration.

Wie Stichproben in Stellenausschreibungen zeigen erwarten Arbeitgeber von ihren Buchhaltern meist, dass sie das Hauptbuch sowie die Hilfsbücher führen. Zu letzteren gezählt werden am häufigsten die Kreditoren und Debitoren. Weitere Aufgaben in der Buchhaltung:

  • Zahlungsverkehr inkl. Mahnwesen
  • Verbuchung der Wareneingänge
  • Kontoführung
  • MwSt.-Abrechnung
  • Monats- und Jahresabschlüsse.

Vorausgesetzt werden häufig eine abgeschlossene kaufmännische Grundausbildung sowie eine Weiterbildung zur Fachfrau/Fachmann Finanz- und Rechnungswesen mit eidg. Fachausweis.

 

Die Finanzbuchhaltung: Pflicht für Unternehmen

Für juristische Personen sowie für Einzelunternehmen und Vereine ab 500’000 Franken Umsatz im Jahr ist die Buchhaltung und Rechnungslegung Pflicht. Das schreibt das Schweizerische Obligationenrecht (Art. 957ff) vor (Gesetzesauszug).

Damit verbunden sind weitere Pflichten wie das Erstellen von:

  • Inventar
  • Bilanz und
  • Erfolgsrechnung mit sämtlichen Belegen.

Weitere Informationen.

 

Buchhaltungskurs gesucht? Das musst du wissen

Das Angebot an Kursen, Seminaren und Lehrgängen in Finanz-und Rechnungswesen ist umfassend. eggheads hilft dir mit diesem Ratgeber, den Überblick zu bekommen, so dass du die richtige Weiterbildung findest.

 

An wen sich Buchhaltungskurse richten

An Anfänger, Einsteiger und “Dummies”

Crashkurse und Buchhaltungskurse für Einsteiger richten sich an alle, die mit den Aufgaben und Techniken der Buchführung nicht vertraut sind und sich die notwendigen Grundlagen aneignen wollen – seien es gesetzliche Grundlagen nach dem Obligationenrecht (OR) oder die Grundsätze ordnungsmässiger Buchführung und Rechnungslegung. Zum A und O gehören z.B. weiter auch, wie man Bilanzen und Erfolgsrechnungen gliedert oder einen Kontenplan erstellt. In einem Einsteigerkurs lernen Teilnehmer auch, wie man typische Geschäftsfälle verbucht und einen Jahresabschluss vorbereitet. Als Einsteiger solltest du gern mit Zahlen arbeiten sowie einige Rechenregeln und -verfahren wie das Dreisatz- oder Prozentrechnen beherrschen. Meist stehen dir mit diesen Vorkenntnissen die Buchhaltungskurse für Anfänger offen.

An Wiedereinsteiger

Wer den Wiedereinstieg in die Buchhaltung sucht oder seine Kenntnisse in Finanz- und Rechnungswesen wieder auffrischen möchte, findet kurze und intensive Buchhaltungskurse, die meist eine Bezeichnung wie Refresher oder Brush-up tragen. In sehr kurzer Zeit – zwischen einzelnen Lektionen und wenigen Abend – werden in der Regel die wichtigsten Grundlagen und Zusammenhänge der Buchhaltung wiederholt und die aktuellen Rahmenbedingungen aufgearbeitet. So werden Teilnehmer wieder fit in allen Fragen des Accountings.

An Vereine, Selbstständige oder KMU

Wenn du kein professioneller Buchhalter bist und zum Beispiel in einem Verein als “Säckelmeister” die Verantwortung für die Finanzen trägst oder als kaufmännischer Allrounder in einem KMU die Buchhaltung führst, findest du dafür spezifische Buchaltungskurse und -seminare. Sie sind inhaltlich meist sehr verwandt mit den Angeboten für Einsteiger (vgl. oben) und vermitteln das Einmaleins von den gesetzlichen Grundlagen und Bewertungsvorschriften über die doppelte Buchhaltung bis zu Abgrenzungen und zum Jahresabschluss. In der Regel wirst du in solchen Weiterbildungen auch mit einem Buchhaltungsprogramm arbeiten. Einfache Excel-Kenntnisse helfen dir ebenfalls weiter.

An Fortgeschrittene

Falls du einen Buchhaltungskurs für Anfänger hinter dir hast, kannst du deine Kenntnisse in der Finanzbuchhaltung (Fibu) weiter vertiefen. Zu den Themen, die in der Praxis regelmässig auftauchen, gehören Personalaufwand, Abschreibungen oder Abgrenzungen und Rückstellungen.

Wer eine weiterführende Weiterbildung besucht, kann danach beispielsweise:

  • praxisrelevante Bilanzierungsfragen richtig lösen
  • die aktuellsten Sozialversicherungsabzüge anwenden
  • den Personalaufwand verbuchen,
  • die Eigenkapitalkonten einer Einzelunternehmung führen,
  • Abschreibungen berechnen und verbuchen
  • Fremdwährungen umrechnen
  • Einkaufs- und Verkaufspreise einer Handelsunternehmung kalkulieren
  • zweistufige Erfolgsfrechnung erstellen
  • Abschluss einer Aktiengesellschaft (AG) verbuchen
  • Nutzschwelle im Warenhandel berechnen
  • Bilanz und Erfolgsrechnung analysieren und interpretieren
  • Kennzahlen eines Unternehmens berechnen
  • Cashflow berechnen

 

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Was Buchhaltungskurse vermitteln

Wenn du bereits sattelfest in Buchhaltung bist, aber zu einer bestimmten Praxisfrage ein Kurs oder Seminar suchst, dann findest du einen Buchhaltungskurs zu einem der folgenden Themen:

Updates

Wenn du mit der doppelten Buchführung zwar vertraut bist und Geschäftstransaktionen verbuchen kannst, aber die wichtigsten Änderungen des Schweizer Rechnungslegungsrechts oder andere beachtenswerte Gesetzesänderungen nicht kennst, bist du mit einem Update richtig bedient. Ein solcher Buchhaltungskurs bringt dich meist auch in Themen wie Sozialversicherungen, Steuern oder der OR-Rechnungslegung auf den neusten Stand.

Buchhaltungskurs für Hilfsbücher oder Nebenbücher

In der Finanzbuchhaltung (Fibu) können gleichartige Tatbestände in einem separaten Buchungskreis geführt werden. Zu den Hilfsbüchern bzw. Nebenbüchern zählen:

  • Debitoren-,
  • Kreditoren-,
  • Lohn-,
  • Anlagen-
  • sowie Wertschriften- und Liegenschafts-Buchhaltung.

Wer sich auf Hilfsbücher spezialisiert, findet einen passenden Buchhaltungskurs zum Thema der Wahl. Zahlreiche Weiterbildungsangebote vermitteln Kompetenzen in der Lohnbuchhaltung, die auch die Lohnabrechnung beinhaltet. Wer einen solchen Kurs besucht, lernt z.B. die Grundlagen zum Thema Lohnabrechnung kennen, kann Stunden- oder Montatslohnabrechnungen erstellen oder weiss, wie die Differenzen zwischen Lohn- und Finanzbuchhaltung abgestimmt und dokumentiert werden.

Buchhaltungskurs für Spezialfälle

Unternehmen müssen auf erwartete und unerwartete Marktereignisse reagieren. Diese Spezialfälle bilden Buchhalterinnen in der Buchhaltung ab. Kurse und Seminare behandeln oft folgende Themen:

  • Jahresabschluss
    Der Jahresabschluss will exakt und unter Zeitdruck erstellt werden. In einem Buchhaltungskurs lernen Teilnehmer, typische Zeitfresser und Fehler zu erkennen und zu vermeiden, so dass sie die wichtigsten Abschlussarbeiten mit Checklisten und Ablaufplänen organisieren können. Effizient können sie die für die Revision notwendigen Dokumentationen erstellen.
  • Revision
    In einem spezifischen Buchhaltungskurs lernst du, was die Revisionspflicht beinhaltet und welche verschiedenen Arten der Revision es gibt. Diese Kurse und Seminare bereiten darauf vor, die Aufgaben und Ziele der Revisoren kennen zu lernen und die Erfolgsfaktoren für die Revision zu eruieren. Zudem bist du nach erfolgreichem Abschluss in der Lage, eine Revision durch eigene Überprüfung effizienter abzuwickeln.
  • Sanierung
    Ein weiterer Spezialfall ist die Sanierung. In einer darauf ausgerichteten Weiterbildung lernst du, was eine Sanierung genau ist, wie es dazu kommen kann und was die aktienrechtlichen Vorschriften sind. Weiter wird dir aufgezeigt, wie du eine Sanierung erfolgreich durchführst, sie in der Finanzbuchhaltung abbildest (Sanierungsbilanz und Sanierungskonto) und die steuerlichen Auswirkungen beurteilst.
  • Buchhaltungskurse nach Rechnungslegungsstandard
    In einigen Weiterbildungen wirst du auf die Buchhaltung nach bestimmten Rechnungslegungsstandards vorbereitet. Ein Beispiel ist Swiss GAAP FER. Wenn du einen Buchhaltungskurs Swiss GAAP FER absolvierst, kannst du:

    • das Regelwerk und seine Bedeutung für KMU beurteilen
    • die Unterschiede zwischen Swiss GAAP FER, IFRS (International Financial Reporting Standards) und Obligationenrecht (OR) verstehen
    • den Rechnungslegungsstandard einführen und anwenden und
    • oder einen Abschluss nach Swiss GAAP FER erstellen

So vielfältig die Aufgaben in der Buchhaltung sind, so unterschiedlich gelagert sind die Buchhaltungsweiterbildungen. Wer einen Buchhaltungskurs sucht, sollte darum die eigenen Skills ehrlich einschätzen und realistisch planen, was er lernen möchte (Weitere Tipps: Weiterbildung finden).

 

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